Daimlers Entwicklungschef Ola Källenius

Daimlers Entwicklungschef Ola Källenius: Das Mercedes-Assistenzsystem Drivepilot soll dank hochauflösender Karten nun auch die Anforderungen von Landstraßen beherrschen. Bild: Daimler

Der neue Daimler-Entwicklungsvorstand Ola Källenius kündigt in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift AUTOMOBIL PRODUKTION an, dass das Update des in der E-Klasse schon eingeführten Drivepilot in der S-Klasse schon „80 Prozent der komplexen Anforderungen auf der Landstraße beherrscht“.

Bislang ist der gegen Aufpreis in der E-Klasse angebotene Drivepilot nur auf der Autobahn und im Stadtverkehr in der Lage, zeitweise die Führung des Fahrzeuges zu übernehmen. Während auf der Autobahn die Steuerung aufgrund des Einrichtungsverkehrs, der klaren Fahrspuren und mit Unterstützung ausgereifter Assistenzsysteme schon weit fortgeschritten ist, sind die Anforderungen auf der Landstraße komplexer durch schmalere Straßen, engere Kurvenradien und schwierigere Aufgaben wie der Überholvorgang bei Gegenverkehr.

Deshalb muss das System deutlich besser Bescheid wissen, wo das Auto unterwegs ist und welche Geschwindigkeiten angemessen sind. „Erstmals haben wir dafür hochauflösende Karten mit der Fahrzeugsensorik verknüpft“, erklärt Källenius. „Durch die Verknüpfung weiß das Auto, wo es bewegt wird und passt beispielsweise die Geschwindigkeit autonom den Kurvenradien an.“

Erprobt wurde der erweiterte Drivepilot für die Landstraße bereits in Kalifornien. Derzeit testet Daimler das System in Zusammenarbeit mit Bosch in Deutschland. Dafür ist eine kleine Flotte vollautonomer V-Klassen im Raum Stuttgart unterwegs.

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