Klimanlage Auto

Der Kältemittel-Streit wird Ende August vor dem oberstem Verwaltungsgericht in Paris verhandelt. - Bild: GTÜ

Am 23. August werde das oberste Verwaltungsgericht über den Antrag der Schaben auf eine Einstweilige Verfügung verhandeln, hieß es am Dienstag beim Conseil d’Etat in Paris.

Frankreich weigert sich seit Anfang Juli, die Kompaktmodelle der A-, B- und CLA-Klasse zuzulassen, die vom Kraftfahrtbundesamt mit dem alten Kältemittel R134a zertifiziert worden waren. Aus Brüssel hatte Paris dafür Rückendeckung bekommen. Aus Sicht von Daimler und der deutschen Behörde haben die Typgenehmigungen europaweit Gültigkeit.

Ein Gericht in Versailles hatte den Zulassungsstopp wegen eines Verfahrensfehlers ausgesetzt. Das Ministerium in Paris kündigte daraufhin sofort eine regelgerechte Umsetzung der Klausel an. Nach ihr kann ein EU-Staat die Zulassung von Fahrzeugen bei Risiken für Sicherheit oder Umwelt für bis zu sechs Monate untersagen. Eine Entscheidung in dem Streit trifft schließlich die EU-Kommission.

Daimler will ein neues Mittel nicht einsetzen, weil es in eigenen Unfall-Simulationen Feuer fing. Die Chemikalie erfüllt derzeit als einziges Mittel eine EU-Richtlinie zur Reduzierung von Treibhausgas-Emissionen aus Autoklimaanlagen.

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dpa/Guido Kruschke