Daimler ist nach der Durchführung von eigenen Crashtests überzeugt, dass das Kältemittel R1234yf

Daimler ist nach der Durchführung von eigenen Crashtests überzeugt, dass das Kältemittel R1234yf zu Bränden führen kann. – Bild: Daimler

Bislang stand die Bundesregierung immer hinter der Entscheidung Daimlers, nicht das neue unbedenkliche Kühlmittel R1234yf zu verwenden. Nun fordert die Europäische Kommission die Bundesregierung auf, die Unterstützung einzustellen – ansonsten droht eine Verhandlung vor dem Europäischen Gerichtshof. Auch eine Geldstrafe steht im Raum. Nach Informationen des Branchendienstes IHS will die Bundesregierung aber auf ihrem Standpunkt beharren.

Sicherheitsbedenken seitens Mercedes

Mercedes begründet seine Weigerung das neu entwickelte Kältemittel zu verwenden mit ernsthaften Sicherheitsbedenken. Das hätten Crashtests ergeben, die der Stuttgarter Premiumhersteller Ende 2012 durchführte. Demnach könnte das Kühlmittel bei einem Aufprall leicht in Brand geraten. Die Europäische Kommission hält das Kältemittel allerdings für unbedenklich. Unabhängige Experten hätten dies bestätigt.

Momentan sieht es so aus, als ob die Bundesregierung unerschütterlich zu Mercedes hält. Bezug nehmend auf die Mercedes? Crashtest-Ergebnisse erklärte Verkehrsminister Alexander Dobrindt: “Es ist verständlich, dass dieses neue Produkt nicht verwendet wird.” Derweil arbeitet Mercedes an einer eigenen Alternative zum Kühlmittel R134a. Das sorgt wiederum für Verärgerung bei Honeywell und Dupont, die das Alternativ-Kühlmittel R1234yf entwickelten, und sich für dessen Sicherheit verbürgen.

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Gabriel Pankow / Quelle : IHS