Elektromobilität, Ladestecker

Die nach wie vor geringe Reichweite der Elektroautos ist nur ein Problem. Die Umgewöhnung an das lange Laden, die bisher unzureichende Ladeinfrastruktur und der hohe Preis für Elektroautos hemmen die Nachfrage. Bild: Petair - Fotolia.com

Der Vorsitzende der Nationalen Plattform Elektromobilität hält das Regierungsziel von einer Million E-Autos im Jahr 2020 nur mit Hilfe von Anreizsystemen für erreichbar. “Wir können die Million erreichen und sogar übererfüllen”, sagte Henning Kagermann, der Vorsitzende der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE), am Dienstag in Walldorf anlässlich des Starts der E-Auto-Flotte beim Softwarekonzern SAP. Das sei aber nach wie vor nur möglich, wenn Anreize wie Sonderabschreibungen oder Vorteile wie privilegierte Parkplätze geschaffen würden.

Die NPE ist ein Beratungsgremium der Bundesregierung. Deren Ziel ist es, dass bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen fahren sollen. Experten gehen davon aus, dass gewerblich genutzte Flotten die Zahl der Elektrofahrzeuge in Deutschland vorantreiben können. “Mit vergleichsweise überschaubarer finanzieller Förderung kann man bei gewerblichen Flotten ein deutliches Marktwachstum erzielen”, heißt es beispielsweise in einer Studie des Fraunhofer Instituts.

SAP feilt seit mehr als drei Jahren an Software-Anwendungen zur Steuerung von Elektroautos in Firmenflotten. Der Softwarekonzern hat sich selbst zum Ziel gesetzt, dass bis 2020 rund 20 Prozent seiner Firmenfahrzeuge rein elektronisch betrieben werden. Der Weg ist noch weit: Ende des Jahres soll es gerade mal 60 E-Autos geben, zuletzt umfasste der weltweite Fuhrpark des Softwarekonzerns rund 23.000 Fahrzeuge.

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dpa/ks