Shigehisa Takada

Auf den japanischen Zulieferer Takata (im Bild CEO Shigehisa Takada) rollen milliardenschwere Forderungen kanadischer Anwälte zu. – Bild: Takata

Dem japanischen Zulieferer Takata drohen aufgrund des Airbag-Rückrufs schwerwiegende zivilrechtliche Folgen. Wie mehrfach berichtet, mussten weltweit rund 20 Millionen Fahrzeuge zurück gerufen werden, weil die Airbags nicht oder deutlich zu stark auslösen. Folge: bei Unfällen wurden mindestens fünf Menschen durch explodierende Airbags getötet.

Bei kanadischen Gerichten wurden nun drei Sammelklagen eingereicht, in denen Schadensersatzforderungen in Höhe von insgesamt 1,9 Milliarden US-Dollar erhoben werden. Die Einreichung der Sammelklagen machte am Freitag eine der beteiligten Anwaltskanzleien öffentlich. Dabei geht es um Ansprüche von Autofahreren, die bei Unfällen verletzt wurden, die Übernahme von Fahrzeugreparaturen, aber auch um einen Ausgleich für Wertminderungen der von den Rückrufen betroffenen Modellen.

Im nächsten Schritt entscheiden nun die Gerichte über die Zulassung der Sammelklagen.

In Kanada selbst wurden bislang 400.000 Autos zurück gerufen. Die am stärksten von den Airbag-Problemen betroffene Marke ist Honda, aber auch Toyota, Mazda, Ford, Fiat-Chrysler und BMW mussten bereits Fahrzeuge in größerem Stil in die Werkstätten holen.

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Frank Volk