Quelle: KBA

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Im Vergleich zu 2008 betrug das Minus bei den Pkw-Neuzulassungen in Deutschland im ersten Halbjahr 10,1 Prozent.

Im Juni gab es, laut KBA ähnlich wie schon in den Vormonaten, mit 334.000 Einheiten insgesamt deutlich weniger Kfz-Neuzulassungen (Pkw, Busse, Lkw, Krafträder, Zugmaschinen , sonstige Kfz) als im Vorjahr (-28,7 Prozent). Von den 289.259 neuen Pkw im Juni wurden 43,5 Prozent von Privatpersonen zugelassen.

Marken: Nur wenige absolute Gewinner gegenüber Vorjahreszeitraum

Nach den ersten sechs Monaten des Jahres 2010 sehen sich viele Hersteller mit stark rückläufigen Zulassungszahlen konfrontiert. Gegen den Trend gab es laut KBA aber auch einige Lichtblicke:

Nissan, Infiniti (+29,0 Prozent) und Land Rover (+23,6 Prozent) verbuchten deutlich mehr Zulassungen als 2009. BMW liegt mit  minus 1,0 Prozent nur knapp unter Vorjahresniveau. Bei den deutschen Volumenherstellern Opel (-39,7 Prozent) und Ford (-35,1 Prozent) gab es hingegen deutliche Absatz-Einbrüche. VW konnte trotz rückläufiger Zulassungen (-22,0 Prozent) seine Vorrangstellung mit einem Anteil von 22,3 Prozent weiterhin halten.

Als Konzern (inklusive Audi, Skoda und Seat kommen die Wolfsburger sogar auf einen Marktanteil bei den Pkw-Neuzulassungen in Deutschland im ersten Halbjahr von 36,1 Prozent, gefolgt von Mercedes/Smart mit 10,3 und BMW/Mini mit 9,2 Prozent. Opel erreichte 7,7, Ford noch 6,8 Prozent Marktanteil.

Bei den Importeuren liegt die Markengruppe Renault/Dacia zusammen mit Nissan/Infiniti bei 7,2 Prozent Marktanteil vor PSA Peugeot Citroën mit 5,5 Prozent und Hyundai/Kia mit 3,6 Prozent.

Bei den ausländischen Einzelmarken führt Renault/Dacia mit 5,1 Prozent Marktanteil vor Skoda (4,6 Prozent); Peugeot (3,1 Prozent) und Fiat (3,0 Prozent) folgen im Neuzulassungs-Ranking. Toyota/Lexus, Citroën und Hyundai liegen mit jeweils 2,4 Prozent gleichauf..

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Quelle: KBA

Die Vorjahresergebnisse konnten auch von diesen Herstellern nicht annähernd erreicht werden. Das Defizit zum Vorjahr liegt nach dem ersten Halbjahr insgesamt bei knapp 0,6 Millionen Pkw.

Kleinwagen rückläufig, Mittel- und Oberklasse gefragt

Insbesondere kleine Fahrzeuge sind im ersten Halbjahr 2010 weniger gefragt als im Vorjahreszeitraum. Mini- und Kleinwagensegment gingen um fast die Hälfte zurück, die Mini-Vans um minus 16,2 Prozent. Auch das größte Pkw-Segment, die Kompaktklasse, blieb mit minus 26,8 Prozent weit hinter dem starken Vorjahresergebnis zurück.

Eine günstigere Entwicklung ist dagegen bei den Premiumfahrzeugen der oberen Mittelklasse und der Oberklasse zu beobachten. Insbesondere Audi A8, Jaguar XF und XJ, Mercedes E-Klasse und BMW 5er sorgten für deutliche Zuwachsraten. Hier ist laut KBA-Daten der Anteil der gewerblichen Halter recht hoch, teilweise über 90 Prozent. Das große Modellangebot an Geländefahrzeugen wird weiterhin gut angenommen (+3,2 Prozent). Die Sportwagen gingen mit +16,9 Prozent in die Halbjahresbilanz ein.

CO2-Ausstoß fällt weiter

Die Umweltrelevanz beim Autokauf wird durch eine weitere Senkung des CO2-Ausstoßes (im Durchschnitt 153,5 g/km) sowie des steigenden Anteiles der modernen Euro 5-Technologie (59,5 Prozent) verdeutlicht. Dieselaggregate wurden von 40,3 Prozent der 1,47 Millionen Neuwagenkäufer bevorzugt.

Fast alle Fahrzeugklassen stehen mit einem negativen Vorzeichen in der Halbjahresbilanz. Lediglich die Lastkraftwagen sind seit einigen Monaten wieder auf Wachstumskurs (plus 9,4 Prozent). Insgesamt wurden 1,71 Millionen Kfz (minus 25,9 Prozent gegenüber Vorjahreszeitraum) und gut 124.000 Kfz-Anhänger (plus 3,2 Prozent gegenüber Vorjahreszeitraum) in den vergangenen sechs Monaten neu zugelassen.