Das Kia-Werk in Pesquería in Nordmexiko

Das Kia-Werk in Pesquería in Nordmexiko

Der Grundstein für die Produktionsanlage in Pesquería im nordmexikanischen Bundesstaat Nuevo Leon war im Oktober 2014 gelegt worden. Es ist das sechste Übersee-Werk des koreanischen Automobilherstellers, der zusammen mit seinen Zulieferern insgesamt drei Milliarden US-Dollar in den neuen Standort investiert hat.

„Kia Motors hat den Anspruch, sich zu einem der weltweit führenden Automobilhersteller zu entwickeln. Das neue Werk in Mexiko ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zu diesem Ziel“, sagte Mong-Koo Chung während der Eröffnungsfeier mit 500 Gästen. „Das innovative Design und die erstklassige Qualität der Kia-Fahrzeuge, die hier produziert werden, wissen nicht nur unsere Kunden in Mexiko zu schätzen, sondern auch die Kia-Kunden in den Exportmärkten Süd-, Mittel- und Nordamerikas.“

80 Prozent der Produktion gehen in den Export

Das neue Kia-Mexiko-Werk hat eine Kapazität von bis zu 400.000 Einheiten pro Jahr und erhöht damit die weltweite Produktionskapazität von Kia auf insgesamt 3,56 Millionen Einheiten. In Betrieb gegangen ist die Fertigungsanlage in Pesqueria bereits vor einigen Monaten: Seit Mai 2016 läuft hier das C-Segment-Modell Kia Forte vom Band (in manchen Märkten Kia Cerato genannt, in Deutschland nicht erhältlich). Ab Anfang 2017 wird in dem Werk zudem die vierte Generation des B-Segment-Kompaktwagens Kia Rio produziert, der auf dem Pariser Autosalon seine Weltpremiere feiert.

Kia hat seinen Vertrieb in Mexiko erst im Juli 2015 gestartet und strebt hier bis zum Jahr 2020 einen Marktanteil von fünf Prozent an. Das mexikanische Kia-Werk liefert etwa 20 Prozent seiner Produktion an einheimische Händler, 80 Prozent gehen in andere Länder der Region. Dazu gehören die USA sowie verschiedene mittel- und südamerikanische Märkte, in denen der Hersteller eine wachsende Nachfrage nach Kia-Modellen erwartet. Zurzeit arbeitet das neue Werk im Einschichtbetrieb. So können pro Stunde 68 Fahrzeuge produziert werden, was einer Jahreskapazität von 100.000 Einheiten entspricht. Mit der zweiten und dritten Schicht, die 2017 hinzukommen werden, wird die Kapazität auf 300.000 Einheiten steigen. Kia rechnet damit, bis Ende 2018 im Dreischichtbetrieb bei Vollauslastung die maximale Jahreskapazität von 400.000 Einheiten zu erreichen.

An dem mexikanischen Kia-Standort entstehen neue Arbeitsplätze: Kia Motors Mexico und die Zulieferunternehmen werden bis Ende 2017 insgesamt rund 14.000 Menschen beschäftigen. Das Kia-Werk verfügt über ein eigenes Schulungszentrum für Beschäftigte in der Endmontage.

Die Bevölkerung von Pesqueria unterstützt den Automobilhersteller durch verschiedene Initiativen im Rahmen der unternehmerischen Sozialverantwortung (CSR), für die Kia Motors Mexico jährlich etwa eine Million US-Dollar aufwenden wird.