Kia Rio

Kia fertigt in Mexiko unter anderem das Kompaktmodell Rio. Bild: Kia

Zuvor hatte es Gerüchte gegeben, die Eröffnung könne sich möglicherweise verzögern. Grund: Weil Nuevo Leon aktuell mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen hat, wurde von der Regionalregierung signalisiert, dass Fördermittel nicht in der ursprünglich zugesagten Höhe fließen können und teilweise widerrufen werden müssten. Dazu soll es auch Nachverhandlungen gegeben haben; über deren Inhalt wurde allerdings nichts bekannt.

Die Bauarbeiten für das Werk begannen bereits im Jahr 2014. Rund 1 Milliarde Dollar investierte der OEM. Als erstes Modell ist in Nuevo Leon ein Kia Forte vom Band gelaufen. Darüber hinaus wollen die Koreaner dort auch den Rio sowie den Accent der Schwestermarke Hyundai produzieren

Das Analyse-Institut IHS Automotive erwartet, dass Kia im Jahr 2017 insgesamt 221.000 Fahrzeuge in dem neuen Werk produzieren werde. 2018 soll deren Zahl gar bei 300.000 Einheiten liegen. 80 Prozent der Fahrzeuge werden in den Export gehen. Die Fahrzeuge gehen in über 80 verschiedene Märkte, wie der Autobauer mitteilte.

Mexiko steigt damit zum viertgrößten Fertigungsstandort von Kia, gemessen an den produzierten Fahrzeugen, auf. Auf Platz 1 liegt nach wie vor Südkorea, gefolgt von China und den USA. IHS prognostiziert, dass Kia im kommenden Jahr weltweit rund 3,00 Millionen Autos fertigen werde. Zum Vergleich: 2015 waren 2,97 Millionen.