Susanne Klatten macht keine halben Sachen: Altana hat den Zwangsausschluss der Minderheitsaktionäre zur Eintragung in das Handelsregister angemeldet. gehen alle Aktien der Minderheitsaktionäre auf die Investmentgesellschaft Skion der Quandt-Erbin über und das niederrheinische Chemie-Unternehmen verschwindet nach 33 Jahren von der Börse.  Gut möglich, dass Klatten mit diesem Manöver einen Plan verfolgt.Altana steht nach 33 Jahren vor dem Aus. Susanne Klatten hat sich mit einem Handstreich die Aktien der Minderheitsaktionäre gesichert. Dadurch endet die Börsennotiz des Unternehmens, das 1977 als Abspaltung von der Quandt-Holding Varta entstanden war.

Doch die Heuschrecken-artige Aktion hat eventuell einen tiefergreifenden Hintergrund: Klatten, die auch am Karbon-Spezialisten SGL Carbon beteiligt ist, könnte das knowhow des Chemiekonzerns nutzen, um ihre Leichtbau-Ambitionen voranztreiben. Schließlich will BMW in drei Jahren mit dem Mega City Vehicle ein Fahrzeug auf den Markt bringen, dessen Fahrgastzelle aus Karbon besteht.

Die ordentliche Hauptversammlung der ALTANA AG hatte am 30. Juni 2010 beschlossen, die verbleibenden Aktien auf die Hauptaktionärin SKion GmbH gegen die Gewährung einer Barabfindung in Höhe von 15,01 Euro je Aktie zu übertragen.

Da zwischenzeitlich keine Anfechtungsklagen mehr gegen die Beschlüsse der Hauptversammlung vorliegen, hat die ALTANA AG heute den Übertragungsbeschluss zur Eintragung beim Handelsregister in Duisburg angemeldet. ALTANA rechnet damit, dass eine Eintragung des Beschlusses in den nächsten Tagen erfolgt.

Mit der Eintragung des Übertragungsbeschlusses gehen kraft Gesetzes alle Aktien der Minderheitsaktionäre gegen Gewährung der Barabfindung auf die SKion GmbH über. Darüber hinaus wird als Folge der Übertragung der Börsenhandel mit ALTANA Aktien eingestellt.