Forum 2013 Stefan Kooths

Stefan Kooths: "Die Straßen werden im Jahr 2024 durchschnittlich 30 Jahre alt sein." - Bild: Tobias Bugala

Für Dr. Stefan Kooths von der Universität Kiel ist die Maut die Lösung.

Die Straßen sind ausgelastet. “Wir haben es mit einer Überbelastung der Infrastruktur zu tun”, sagt Stefan Kooths, Senior Economist des Instituts für Weltwirtschaft der Universität Kiel. Neue Straßen werden hingegen nicht gebaut. So sind die Straßen im Jahr 2024 durchschnittlich 30 Jahre alt. Und bis 2050 wird die Situation noch brenzliger. Denn schon heute müssen sich Autos die Straßen mit dem Lastverkehr teilen; und das wird noch erheblich zunehmen.

Seit 2003 gibt der Staat seine Gelder vermehrt für Sozialausgaben aus und ist generell auf sparen eingestellt. Steuergelder werden nur noch selten für die Infrastruktur verwendet. Doch wer soll nun das Straßennetz ausbauen? Muss es eine staatliche Stelle sein?

Nein, sagt Kooths. Seine Lösung: Die Bemautung der Straßen. Über eine Gebühren- und Beitragslösung werden die Gelder dann direkt für den Ausbau der Straßen genutzt; dort wo sie auch gebraucht werden. Die Höhe des Betrags hängt dabei von den Nutzern ab. Von der Zahlungsbereitschaft ist Kooths überzeugt. Daneben können auch private Investoren ihre Gelder in die Infrastruktur stecken. Nur so kann in Zukunft der Ausbau der Straßen sinnvoll und effektiv umgesetzt werden.

Felicitas Heimann