Karl Krause: "Wenn der Herzschlag nicht kontinuierlich funktioniert, bricht das System zusammen." -

Karl Krause: "Wenn der Herzschlag nicht kontinuierlich funktioniert, bricht das System zusammen." - Bild: Tobias Bugala

So sieht es Dr. Karl Krause, Vorstandsvorsitzender der Kiekert AG.

Heute werden durchschnittlich 10.000 Komponenten in einem Fahrzeug verbaut. Dabei stammen die Teile mittlerweile aus der ganzen Welt. Zulieferer müssen dafür sorgen, dass die Qualität gleich bleibt und der Hersteller ständig mit Komponenten versorgt wird. Krause vergleicht die Aufgabe der Zulieferer mit einem Herzschlag: “Wenn der Herzschlag nicht kontinuierlich funktioniert, bricht das System zusammen.”

Globalisierung bedeutet vor allem Kundenzufriedenheit

Wichtig dafür ist die Nähe zum Kunden. Krause: “Lokale Beratung, lokales schnelles reagieren, sicheres und schnelles liefern.” Denn Globalisierung bedeutet für den Kiekert-Chef vor allem Kundenzufriedenheit. Dazu zählt neben der lokalen Produktion auch die lokale Entwicklung, die nahe bei den Entwicklungszentren der Hersteller stattfinden muss ? und das weltweit.

Doch die Innovationskompetenz der Zulieferer wird laut Krause klar in Europa und Deutschland bleiben. Denn die Stärke der deutschen Automobilindustrie ist die Verbindung von Design, Entwicklung und Management. Mit Entwicklungsschwerpunkten in Deutschland versteht sich der Schließsystem-Spezialist Kiekert daher als ‘German minded global player’, der “Strukturen in die Welt trägt, die dort auch Erfolg haben.” Demnach wird ‘Made in Germany’ auch künftig eine globale Bedeutung haben, sich aber nach Krause eher zu einem ‘Managed in a German way’ verlagern.

Felicitas Heimann