Nissan

Nissan will 12.500 Stellen streichen und damit jeden elften Arbeitsplatz. Der japanische Autobauer hat derzeit mit einem Gewinneinbruch, schwachen Verkäufen und einem Führungschaos zu kämpfen. Bild: Nissan

| von Tino Böhler

Der schwächelnde japanische Autobauer Nissan will Kreisen zufolge mit dem Verkauf seiner Teilehandelssparte frisches Geld in die Kasse spülen. Die Tochter Nissan Trading Corporation, die vor allem Ersatzteile und Materialien wie Stahl vertreibt, solle für eine Bewertung von rund einer Milliarde US-Dollar inklusive Schulden an einen neuen Eigner abgegeben werden, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch (18. September 2019) unter Berufung auf informierte Personen berichtete. Angesprochen habe der Konzern unter anderem Finanzinvestoren und Handelsunternehmen.

Nissan hat derzeit mit einem Gewinneinbruch, schwachen Verkäufen und einem Führungschaos zu kämpfen. Nissan will zum einen 12.500 Stellen streichen und damit jeden elften Arbeitsplatz. Nachdem der ehemalige Verwaltungsratschef Carlos Ghosn wegen der Vorwürfe um Verstöße gegen japanische Börsengesetze rausgeschmissen wurde, tritt nun auch Vorstandschef Hiroto Saikawa Mitte September zurück. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte die Teilesparte einen Umsatz von 676 Mrd Yen erzielt (5,7 Mrd Euro).