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Nach wochenlangen Verhandlungen haben die Opel-Mutter PSA und Fiat Chrysler ihre Mega-Fusion beschlossen. Der neue Konzern nimmt sich nach früheren Angaben vor, pro Jahr 8,7 Millionen Fahrzeuge abzusetzen. Bild: FCA

| von Tino Böhler

Nach wochenlangen Verhandlungen haben die Opel-Mutter PSA und Fiat Chrysler ihre Mega-Fusion beschlossen. Der Opel-Mutterkonzern PSA hat zuvor den Weg für die Fusion mit dem italienisch-amerikanischen Hersteller Fiat Chrysler (FCA) geebnet. Der Aufsichtsrat des französischen Konzerns stimmte nach dpa-Informationen am Dienstag (17. Dezember 2019) der Fusionsvereinbarung zu.  Industriekreise hatten zuvor in Italien angekündigt, dass eine baldige Mitteilung zu erwarten sei.

Der Zusammenschluss müsste nach der offiziellen Ankündigung noch von den zuständigen Wettbewerbsbehörden gebilligt werden. Die Unternehmen hatten sich Ende Oktober auf offizielle Fusionsgespräche verständigt. Sie wollen den viertgrößten Autohersteller der Welt bilden. Der französische Staat, der Anteilseigner bei PSA ist, hatte bereits signalisiert, dass er die Schaffung einen neuen Schwergewichts in der Branche unterstützt.

Schulterschluss ist kein Zufall

Der neue Konzern nimmt sich nach früheren Angaben vor, pro Jahr 8,7 Millionen Fahrzeuge abzusetzen. Nur Volkswagen, Toyota und der französisch-japanische Renault-Nissan-Verbund wären noch größer als der neue Auto-Gigant. Beschäftigt werden nach früheren Angaben des französischen Wirtschafts- und Finanzministeriums rund 400.000 Menschen. Geplant ist eine Fusion "unter Gleichen". PSA-Chef Carlos Tavares würde demnach Vorstandsvorsitzender. Der FCA-Verwaltungsratsvorsitzende John Elkann übernähme diese Rolle auch in dem neuen Unternehmen.

Die Branche steht unter enormem Druck, der Schulterschluss der Hersteller ist deshalb kein Zufall. Autobauer müssen Milliarden in autonome Autos und Elektromobilität investieren. Fiat Chrysler hat zudem noch viel nachzuholen: Denn der Hersteller hatte unter der Führung des verstorbenen Sergio Marchionne auf große Investitionen in Elektroantriebe verzichtet. Derzeit ist der Konzern vor allem mit den großen Spritschluckern der Marken Jeep und Ram in den USA erfolgreich.

PSA führt neben Opel die Marken Peugeot, DS und Citroën. Fiat Chrysler umfasst die Marken Alfa Romeo, Chrysler, Dodge, Jeep, Lancia und Maserati. Opel gehört seit gut zwei Jahren zu PSA und wird mit harter Hand auf Effizienz und Gewinne getrimmt.

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