Audi-Chef Stadler steht in der Kritik. Bild: Conny Kurz

Audi-Chef Stadler steht in der Kritik. Bild: Conny Kurz

Stadler sitze im Vorstand dreier Stiftungen der Familie Piëch, die das Privatvermögen mehren und den Einfluss der Familie bei VW sichern sollten. Die Familien Porsche und Piëch halten die auf der Hauptversammlung wichtigen, weil stimmberechtigten Stammaktien der Porsche-Holding. Diese wiederum ist VW-Mehrheitseigner.

Bei einigen VW-Aufsichtsratsmitgliedern sorgte der Bericht am Donnerstag aber für Verwunderung. Stadlers Nähe zur Familie Piëch sei in dem 20-köpfigen Gremium bislang eigentlich kein Thema gewesen, hieß es aus dem Umkreis. Andere sagten, der Vorgang sei kein Drama, solle aber im VW-Aufsichtsrat nächsten Mittwoch besprochen werden, um jeden Anschein von Regelverstößen auszuschließen.

Laut Süddeutscher Zeitung hatten Juristen des Konzerns Stadlers Stiftungsmandate geprüft und genehmigt. In den Geschäftsberichten sind sie nicht ausgewiesen. Audi lehnte eine Stellungnahme ab.

Am Donnerstagabend tagt der Audi-Aufsichtsrat in Ingolstadt. Traditionell steht die Planung für das kommende Jahr auf der Tagesordnung. Ein zentrales Thema dürfte aber die Dieselaffäre im Konzern sein. Audi hatte eine Verwicklung zunächst bestritten, musste dann aber doch Abgas-Manipulationen bei seinem Sechszylinder-Turbodiesel einräumen. Betriebsrat und IG Metall hatten verärgert reagiert und von Stadler die lückenlose Aufklärung der Fehler gefordert.

Alle Beiträge zu den Stichwörtern Audi Volkswagen

gp / Quelle: dpa-AFX