Kuba Auto

Revolution im kommunistischen Kuba: Die Regierung hebt das Verbot für den freien Import und Handel von Neuwagen auf. - Bild: Wikimedia.org

Die Entscheidung fiel am Vortag in einer Sitzung des Ministerrates, berichtete am Donnerstag die Parteizeitung “Granma”. In den nächsten Tagen würden neue Regelungen für den freien Import und Kleinhandel von Neu- und Gebrauchtwagen in Kraft treten.

Das sozialistische Kuba hatte kurz nach der Revolution von 1959 den freien Autohandel verboten. Seit Oktober 2011 ist Privatpersonen der Handel mit alten Gebrauchtwagen wieder eingeschränkt erlaubt. Die Regelung galt demnach nur für Autos, die vor 1959 gebaut wurden.

Vorsichtiger marktwirtschaftlicher Öffnungskurs

Für den Erwerb von Neuwagen brauchen die Kubaner bislang eine Sondergenehmigung von den Behörden. Die verhasste Regelung gilt auch für auf der Insel ansässige Unternehmen und deren Mitarbeiter, sowie für Diplomaten. Kubas Hauptstadt Havanna ist bei Besuchern bekannt für ihr Straßenbild mit amerikanischen Oldtimern und alten Autos sowjetischer Bauart.

Unter Präsident Raúl Castro fährt die Karibikinsel in den letzten Jahren einen vorsichtigen marktwirtschaftlichen Öffnungskurs. Über 440.000 Kubaner arbeiten inzwischen nach offiziellen Angaben als Kleinstunternehmer im blühenden Privatsektor.

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dpa/Guido Kruschke