Kuka Roboter

Der schwäbische Roboterbauer Kuka will seine Absatzprobleme überwinden und die Abhängigkeit von der Autobranche verringern. Bild. Kuka

"Warum sollten wir das Geschäft und Arbeitsplätze von Augsburg aus nach China verlagern, wenn hier in Deutschland wichtige Kunden sitzen? Das würde für uns keinen Sinn machen", sagte Andy Gu der "Augsburger Allgemeinen" (Mittwoch 29. Mai). "Augsburg bleibt das Innovationsherz von Kuka."

Kuka ist 2016 von Investoren übernommen worden und gehört seitdem mehrheitlich dem chinesischen Midea-Konzern. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen die Geschäftsziele verfehlt. Der Vorstand hat deswegen ein Sparprogramm gestartet, dabei sollen in diesem Jahr auch etwa 350 Vollzeitstellen in Augsburg wegfallen.

Aufsichtsratschef Gu vertritt den Haupteigentümer Midea und erwartet, dass Kuka seine momentanen Absatz-Probleme überwindet: "Es gilt, die Autoindustrie weiter zu pflegen, aber auch die Abhängigkeit von der Branche zu reduzieren, indem Kuka neue Wirtschaftszweige erobert. Die Chancen liegen hier vor allem auf dem chinesischen Markt, der ja der größte Markt für Robotik und Automation ist."