Automobilindustrie Automatisierung Kuka

Vor Kuka hatten bereits eine ganze Reihe von Zulieferern und Fahrzeugherstellern aufgrund des schwächelnden chinesischen Automarkts ihre Jahresziele gekappt.Im dritten Quartal schrumpften die Neuaufträge bei Kuka im Jahresvergleich um knapp 7 % auf 750,1 Mio Euro. Bild: Kuka

Der Augsburger Roboterhersteller Kuka hat wegen eingetrübter Aussichten in der Autobranche seine Jahresprognose gesenkt. Zu einer schlechteren Entwicklung im Geschäft mit Autos kämen Unwägbarkeiten im chinesischen Automatisierungsmarkt hinzu, teilte Kuka bei Vorlage der Zahlen zum dritten Quartal am Montag in Augsburg mit. Die Aktie verlor kurz nach Handelsstart fast 8 % an Wert und fiel damit auf den tiefsten Stand seit mehr als drei Jahren.

Für das Gesamtjahr erwartet das zum chinesischen Midea-Konzern gehörende Unternehmen nun einen Umsatz in Höhe von rund 3,3 Mrd Euro und eine bereinigte Ebit-Marge von rund 4,5 %. Zuvor hatte Kuka noch Erlöse von mehr 3,5 Mrd Euro angepeilt, von denen 5,5 % als bereinigtes Betriebsergebnis (Ebit) übrig bleiben sollten.

Vor Kuka hatten bereits eine ganze Reihe von Zulieferern und Fahrzeugherstellern aufgrund des schwächelnden chinesischen Automarkts ihre Jahresziele gekappt.Im dritten Quartal schrumpften die Neuaufträge bei Kuka im Jahresvergleich um knapp 7 % auf 750,1 Mio Euro. Der Umsatz legte zwar um fast 7 % auf 851 Mio Euro zu.

Der um Sondereffekte wie Kosten für Konzernumbau und Investitionen bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern sank aber um fast ein Fünftel auf 35,6 Mio Euro. Dementsprechend fiel die Ebit-Marge mit 4,2 % deutlich niedriger aus als noch ein Jahr zuvor. Unter dem Strich blieb dank des Verkaufs von Unternehmensteilen ein Gewinn von 23 Mio Euro. Das war ein Fünftel mehr als im Vorjahr.