Kuka Roboter

Der Roboter- und Anlagenbauer Kuka profitiert von der Investitionsbereitschaft der Autohersteller in den Schwellenländern sowie aus Nordamerika. - Bild: Kuka

Dabei kommt die Nachfrage vor allem aus Asien sowie Nord- und Südamerika, während Europa schwächer läuft, wie das Unternehmen mitteilte. Kuka-Aktien legten am Morgen in einem freundlichen Marktumfeld um 2,6 Prozent zu.

Im dritten Quartal stiegen die Auftragseingänge zwar um 13 Prozent, der Umsatz ging jedoch um 7,4 Prozent auf 454 Millionen Euro zurück. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank um fünf Prozent auf 30 Millionen Euro. Die operative Gewinnmarge (EBIT-Marge) liegt damit – so wie auch auf Neunmonatssicht – bei 6,6 Prozent. Das Margenziel von rund 6,5 Prozent für das Gesamtjahr glaubt Kuka insofern weiterhin erreichen zu können. Der Umsatz soll leicht auf rund 1,8 Milliarden Euro anwachsen.

Trotz Gewinneinbruch sieht sich Kuka weiter auf Kurs

Unter dem Strich brach der Gewinn im dritten Quartal um 12,5 Prozent auf 14,7 Millionen Euro ein. Belastend wirkte dabei der schrittweise Rückkauf einer Hochzinsanleihe aus dem Jahr 2010, die zu einmaligen Aufwendungen im Finanzergebnis führt. Die Anleihe ist mit 8,75 Prozent verzinst und hat ein Volumen von 202 Millionen Euro. Kuka hat sich mittlerweile günstiger über eine Wandelanleihe finanziert. Der Rückkauf kostet Geld, aufgrund des derzeitigen Rekordtiefs bei den Zinsen kommt das Unternehmen aber mittelfristig günstiger weg.

Kuka profitiert von der Investitionsbereitschaft der Autohersteller in den Schwellenländern sowie aus Nordamerika. Aus Europa kommen dagegen “dämpfende und volatile Einflüsse”. Dadurch verzeichnet das Unternehmen insgesamt Absatzsteigerungen, das Tempo lässt allerdings nach, zumal viele Kunden besonders in den vergangenen drei Jahren viel investiert hätten. Konkurrenz machen den Augsburgern zudem auch Hersteller aus Japan, die dank des schwächeren Yens günstiger exportieren können.

Alle Beiträge zum Stichwort Kuka

dpa/Guido Kruschke