Autoabsatz Coronakrise

Ob die befristete Absenkung der Mehrwertsteuer von 19 auf 16 Prozent ausreicht, um den Autoabsatz in Deutschland wieder in Schwung zu bringen, bleibt abzuwarten. Bild Fotolia/Mirpic

| von Roswitha Maier

Die im Verband der Automobilindustrie organisierten Hersteller schafften die Voraussetzungen dafür, dass die Absenkung der Mehrwertsteuer in vollem Umfang den Kunden zu Gute kommen könne, teilte der VDA mit.

"Die befristete Absenkung der Mehrwertsteuer ist eine wichtige Maßnahme, um die Nachfrage in Deutschland wieder in Schwung zu bringen", hieß es weiter. Um den Absatz moderner Fahrzeuge zu beschleunigen, prüften die Unternehmen, wie die Wirkung der abgesenkten Mehrwertsteuer weiter verstärkt werden könne.

Allerdings zeigte sich der Verband teils enttäuscht über die Pläne der Koalition. "Der VDA bedauert, dass im beschlossenen Konjunkturpaket die Vorschläge der Automobilindustrie für einen breit angelegten und unmittelbar wirksamen Konjunkturimpuls nur zum Teil aufgenommen wurden", sagte die seit Februar amtierende Verbandspräsidentin Hildegard Müller in einem Statement am Donnerstag.

Mit der Forderung, auch moderne Verbrenner mit reinen Benzin- oder Dieselantrieben staatlich zu fördern, hatte sich der Verband aus Herstellern und Zulieferern trotz Unterstützung durch die Autoländer Niedersachsen, Baden-Württemberg und Bayern nicht durchsetzen können. Stattdessen soll lediglich der staatliche Zuschuss zu Elektroantrieben erhöht werden.

Mit einem riesigen Konjunkturpaket will die schwarz-rote Koalition die Wirtschaft in der Corona-Krise ankurbeln. Teil dessen ist eine befristete Absenkung der Mehrwertsteuer. Vom 1. Juli an bis zum 31. Dezember 2020 soll der Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent auf 16 Prozent und für den ermäßigten Satz von sieben auf fünf Prozent gesenkt werden, wie aus einem Beschlusspapier hervorgeht.

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