Skoda Deutschland-Chefin Imelda Labbé peilt mit der VW-Tochter die Absatzmarke von 200.000

Skoda Deutschland-Chefin Imelda Labbé peilt mit der VW-Tochter die Absatzmarke von 200.000 Einheiten an – das ganz ohne Familien-Van. Bild: Skoda

Vor einigen Tagen hatte Skoda bekannt gegeben, dass es für den Roomster keinen Nachfolger geben werde. Da die Information zeitlich mit der Ankündigung zusammenfiel, dass der VW-Konzern als Konsequenz aus dem Dieselskandal massiv sparen werde, machten prompt Spekulationen die Runde, der Van, dessen Verkaufszahlen zuletzt deutlich nach unten abgebogen waren, werde keinen Nachfolger erhalten. Diese Interpretation wies Skoda Deutschland-Chefin Imelda Labbé auf Nachfrage zurück. Man habe intern lange über ein mögliches Nachfolgemodell für den Roomster diskutiert. Unter anderem war erwogen worden, einen Ableger des VW Caddy für Skoda zu kreieren. Letztlich sei die Lösung aber wie andere Varianten verworfen worden. Damit dürfte das Thema Vans bei Skoda vorerst bei den Akten sein. Statt auf diese Fahrzeuge wolle man sich in der Modellpolitik auf das deutlich stärker wachsende Segment der SUV konzentrieren. Skoda zeigt vermutlich beim Automobilsalon in Genf den größeren Bruder des erfolgreichen Skoda Yeti.

Selbst muss Skoda durch den Abgasskandal rund 250.000 Autos zurück rufen. Die Aktion soll im ersten Quartal 2016 starten und – wie auf Konzernebene – bis Ende 2016 abgeschlossen sein.

Grundsätzlich zeigt man sich bei Skoda Deutschland sehr zufrieden mit dem laufenden Jahr 2015. Nach 173.500 verkauften Fahrzeugen im Jahr 2014, werde man heuer mit rund 180.000 verkauften Autos über die Ziellinie gehen. Das wäre dann das 7. Wachstumsjahr in Folge bei der VW-Tochter. Mehr Autos hat Skoda in Deutschland nur im Jahr der Abwrackprämie 2009 verkauft. Beflügelt vom positiven Trend nimmt die Marke mit Sicht auf die nächsten drei Jahre die Marke von 200.000 Einheiten ins Visier.

Dabei mache man das Rennen um Volumenwachstum allerdings “nicht um jeden Preis mit”, betonte Labbé. So halte man sich bei den Eigenzulassungen bewusst zurück. Während deren Anteil bei den Volumenherstellern in diesem Jahr in Deutschland bei knapp unter 31 Prozent läge, komme Skoda auf ein “gesundes Niveau” von 23,7 Prozent. Auch für das kommende Jahr 2016 zeigte sich Imelda Labbé zuversichtlich. Zwar rechnet sie – wie schon 2015 – mit einem zähen Privatkundengeschäft, dies werde aber durch Wachstum im Bereich des Flottengeschäfts überkompensiert.

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Frank Volk