Axel Heitmann

Axel Heitmann: "Besonders unsere Geschäfte mit Synthesekautschuken und Hightech-Kunststoffen haben vom Megatrend Mobilität profitiert." - Bild: Lanxess

Lanxess konnte den Schwung vom Jahresstart dank starker Geschäfte in den Schwellenländern und Preisanhebungen beibehalten. Nach einem unerwartet kräftigen Gewinnschub im zweiten Quartal erhöhte der Konzern am Donnerstag sogar sein Ergebnisziel für das Gesamtjahr. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sondereinflüssen sei binnen Jahresfrist 26 Prozent auf 339 Millionen Euro geklettert. Analysten hatten lediglich mit einem bereinigten operativen Gewinn von 320 Millionen Euro gerechnet.

„Dank unserer klaren Ausrichtung auf innovative Premium-Produkte und aufstrebenden Volkswirtschaften, verbunden mit unserer Preis-vor-Menge-Strategie, haben wir erneut hervorragende Ergebnisse erzielt“, sagte Lanxess Vorstandsvorsitzender Axel Heitmann. „Dabei haben insbesondere unsere Geschäfte mit Synthesekautschuken und Hightech-Kunststoffen vom Megatrend Mobilität profitiert. Die Nachfrage nach unseren Produkten ist weiterhin stark und unsere Produktionsanlagen sind sehr gut ausgelastet.“

Nach dem Rekordquartal erwartet Lanxess im Gesamtjahr nun einen Anstieg des bereinigten operativen Gewinns von rund 20 Prozent zum Vorjahreswert von 918 Millionen Euro. Bisher sollten es zehn bis 15 Prozent sein. Der Konzern machte aber auch Potenzial für Rückschläge aus. So bestehe die Gefahr einer weiteren Dollar-Abschwächung, auch die hohe Staatsverschuldung einzelner Länder in Europa und der USA führte Lanxess an.

Unter dem Strich blieb für die Monate April bis Juni ein Überschuss von 181 Millionen Euro – ein Sprung von 38 Prozent binnen Jahresfrist. Lanxess konnte in allen Sparten die zum Teil deutlich gestiegenen Rohstoffkosten an Kunden weiterreichen. Auch die jüngsten Zukäufe schoben das Geschäft an. Der Konzern setzte im zweiten Quartal 2,2 Milliarden Euro um, 23 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Die bereinigte operative Rendite (Ebitda-Marge) verbesserte sich auf 15,1 Prozent nach 14,7 Prozent vor Jahresfrist.

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