Forum 2013 Lars Stolz

Lars Stolz: "Zulieferer sind heute und auch künftig mit höheren Strukturkosten konfrontiert." - Bild: Tobias Bugala

Oliver Wyman-Analyst Lars Stolz, einer der Autoren der Studie “Future Automotive Industry Structure (FAST) 2015″, rät den Branchenunternehmen, sich strategisch schnellstmöglich an die emporschnellenden Herausforderungen anzupassen.

Das Herz des Automobilbaus schlägt schneller. Steigende Komplexität der Produkte und zunehmende Modellvielfalt nehmen die Innovationsfähigkeit und Kreativität der Zulieferer in die Pflicht. Die müssen ihren OEMs in die Zukunftsmärkte Asiens folgen und dürfen sich parallel über mehr und mehr Wertschöpfungsinhalte etwa bei den Modulen Fahrwerk, Antriebsstrang, Motor und Aggregate, Karosseriestruktur und Body/Exterior freuen. Dabei scheinen sie jedoch die Kontrolle darüber zu verlieren, dass auch der Profit und damit die wirtschaftliche Balance ihres Marktauftritts stimmt.

Stolz: “Zulieferer sind heute und auch künftig mit höheren Strukturkosten konfrontiert. Die Profitabilität der Branche ist im Zeitraum seit dem Jahr 2000 von durchschnittlich 8,7 Prozent auf  5,5 Prozent im Jahr 2011 gesunken.”

Was tun? Stolz: “Der größte Nachholbedarf  besteht beim Einkauf.” Prinzipiell müsse aber alles auf den Prüfstand: “Management, Prozesse, Organisationsstrukturen, Systeme.” Anzustreben sei “operative Exzellenz.”

Christian Klein