ADAC Wolken breit

Der ADAC legt heute die Bilanz aus dem Vorkrisenjahr 2013 vor. Erwartet wird aber, dass es dort hauptsächlich um die Zukunft von Europas größtem Autofahrerclub geht. Bild: kru

Die Zahlen aus dem Vorkrisenjahr – die Fälschungen um den “Gelben Engel” waren erst Anfang 2014 aufgeflogen – dürften gewohnt stark ausfallen. Diese dürften aber weniger im Mittelpunkt der Versammlung stehen als vielmehr wie es mit dem Club weiter gehen wird. Seit der Mitgliederversammlung vor einigen Wochen werkeln unter der Führung von Interimspräsident August Markl eine Reihe Arbeitsgruppen am Umbau des Vereins mit seiner verschachtelten Struktur und einer Vielzahl von Gesellschaften.

Bahnbrechende neue Erkenntnisse dürfte Markl allerdings kaum verkünden, schätzen Experten. Dazu sind die Reformen zu grundlegend und der ADAC zu kompliziert. Ein Kernpunkt ist das verzweigte Unternehmensgeflecht, das sich der ADAC zugelegt hat. Sehr viel ausführlicher als bei früheren Gelegenheiten dürfte der Club daher darüber berichten, wie es um die einzelnen Firmen finanziell bestellt ist. Darüber hinaus sind etliche Eckdaten des vergangenen Jahres bereits bekannt. Offen ist die aktuelle Mitgliederzahl des größten deutschen Vereins.

Zuletzt zählte der ADAC fast 19 Millionen Mitglieder. Zwar kostete die tiefe Krise nach den Fälschungen beim “Gelben Engel” die Organisation viele Mitglieder. Den seit Jahren anhaltenden Zustrom neuer Kunden konnte die Austrittswelle aber nur bremsen. Am 30. April waren es exakt 18.960.216 Mitglieder – 17.415 mehr als zu Jahresanfang. 2013 hat der Club mehr als eine Milliarde Euro an Mitgliedsbeiträgen eingenommen.

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dpa/fv