Nicola Leibinger-Kammüller

Nicola Leibinger-Kammüller: "Der Automobilbau darf den Preisdruck nicht einseitig auf die Zulieferer-Ebene abwälzen." - Bild: Tobias Bugala

Im Ringen um eine beständige Führungsposition bei Qualität und Kosten sei eine intensive Vernetzung und Interaktion zwischen Automobilherstellern, Zulieferern und Ausrüstern unabdingbar. Welche Früchte eine derartige Strategie tragen kann, macht die kosmopolitisch orientierte Managerin mit den schwäbischen Wurzeln etwa am “Welding on the fly” – Verfahren deutlich.

Darin hat der auf Blechbearbeitungs- und Lasertechnologie spezialisierte Maschinenbauer Trumpf gemeinsam mit Daimler und dem Roboterspezialisten Kuka dem Laserschweißen im Karosseriebau zu einem Effizienzschub verholfen: Das neue Verfahren reduziert Schweißzeiten auf ein Fünftel und kommt mit weniger Schweißzellen aus.

Aus der Zusammenarbeit mit Projektpartner Bosch sowie Universitäten und Hochschulen wiederum resultiert das lasergestützte Bohren von Einspritzdüsen.

Aus der Perspektive des Ausrüsters warnt Leibinger-Kammüller den Automobilbau jedoch eindringlich davor, den Preisdruck einseitig auf die Zulieferer-Ebene abzuwälzen. Ihr Appell an die Branche: “Lassen Sie uns weiterhin gemeinsame Roadmaps definieren!”

Christian Klein