Fahrzeug-Seitenwand aus Aluminium: Hydro baut seine Kapazitäten in Grevenbroich deutlich aus. -

Fahrzeug-Seitenwand aus Aluminium: Hydro baut seine Kapazitäten in Grevenbroich deutlich aus. - Bild: Hydro

Der Aluminiumkonzern Hydro baut in Deutschland eine neue Produktionslinie zur Herstellung von Karosserieblechen am Standort Grevenbroich.

Mit der 130 Millionen Euro-Investition reagiert Hydro auf den sich ausweitenden Trend zum Automobil-Leichtbau, in dem insbesondere neue konzeptionelle Ansätze in der Auslegung und Fertigung der Fahrzeugkarosserien eine Rolle spielen. Die Jahreskapazitäten im großen Walzwerk Grevenbroich werden dabei um 150.000 Tonnen auf künftig 200.000 Tonnen aufgestockt. Die Investitionssumme fließt in hochmoderne Wärme- und Oberflächenbehandlungsanlagen, die auf einem besonders flexiblen Anlagenkonzept sowie innovativen Fertigungsprozessen basieren. In Verbindung mit neu entwickelten Hochleistungswerkstoffen, wie der Hydro-Legierung 6016-X sollen die Umformeigenschaften und die Oberflächenqualität der Bleche optimiert werden um daraus Bauteile wie Motorhauben, Türen, Heckklappen und Seitenteile bei PKW herzustellen.

Hydro-Konzernvorstand Oliver Bell: Im zweiten Halbjahr 2016 sollen die Ausbauarbeiten der neuen Produktionslinie abgeschlossen sein. - Bild: Hydro

“Mit dieser umfangreichen Investition richten wir uns klar auf den Zukunftsmarkt Automobil aus. Damit erweitern wir unser Produktportfolio und stärken unsere Position im europäischen Automobilmarkt sowie als größter Hersteller von Aluminiumwalzprodukten in Europa”, sagt Hydro-Konzernvorstand Oliver Bell. “Schon im Jahr 2008 haben wir dieses Marktsegment gezielt aufgebaut, als wir in den Bereich der kontinuierlichen Wärmebehandlungsanlagen investierten. Obwohl wir gerade diese Kapazitäten auf 50.000 Tonnen pro Jahr erweitert haben, nehmen wir jetzt konsequent den nächsten Schritt vor”, so Oliver Bell weiter.

Für die internationale Wettbewerbsfähigkeit von Hydro sei es aber „unabdingbar, das magische Viereck der Wertschöpfungskette von Forschung & Entwicklung, Erzeugung, Verarbeitung und Veredlung von gewalzten Aluminiumprodukten am Standort Deutschland zu erhalten“, sagt Bell. Mit dieser Investition erfolgt eine weitere Stärkung dieser Wertschöpfungskette. „Wir tun dies in Erwartung, dass die energiepolitischen Rahmenbedingungen für die Aluminiumindustrie weiter so erhalten bleiben, und gehen diesen Schritt mit einem klaren Bekenntnis zum Industriestandort Deutschland.“

Bereits im zweiten Halbjahr 2016 sollen die Ausbauarbeiten der neuen Produktionslinie abgeschlossen sein, so dass der Betrieb mit rund 25 neuen Mitarbeitern aufgenommen werden kann.

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Christian Klein