Leoni Nürnberg

Leoni konnte die Prognosen zum ersten Quartal mehr als bestätigen. - Bild: Leoni

Leoni erhöhte den Konzernumsatz bis Ende März 2011 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um rund 38 Prozent auf 910,7 Millionen Euro. Dabei konnte Leoni in nahezu allen Regionen wachsen und die Erwartungen in beiden Unternehmensbereichen übertreffen. Grundlage für die starke Entwicklung war die ungebrochen hohe Nachfrage aus der Automobilindustrie. Das Konzern-EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) hat sich im Berichtszeitraum gemessen am ersten Quartal 2010 auf 61,4 Millionen Euro annähernd verdreifacht (Vorjahr: 23,0 Millionen Euro). Neben Skaleneffekten aus dem deutlich gestiegenen Geschäftsvolumen machte sich bemerkbar, dass Leoni erstmals in vollem Umfang von den in den Vorjahren umgesetzten Kostensenkungsmaßnahmen profitierte und keine Restrukturierungsaufwendungen anfielen.

Das Vorsteuerergebnis steigerte der Kabelspezialist im Quartalsvergleich von 13,0 Millionen Euro auf 50,4 Millionen Euro und den Konzernüberschuss von 10,2 Millionen Euro auf 36,6 Millionen Euro. Der Free Cashflow erreichte mit -8,2 Millionen Euro (Vorjahr -61,1 Millionen Euro) einen deutlich besseren Wert als in den vergangenen Auftaktquartalen. Daher nahm auch die Nettofinanzverschuldung gegenüber dem Jahresende 2010 nur leicht auf 458,3 Millionen Euro zu (31.12.2010: 444,6 Millionen Euro).

Wiring Systems: Nachfrageboom aus der Fahrzeugindustrie

Der Bedarf der internationalen Automobilhersteller an Kabelsätzen und Bordnetz-Systemen von Leoni verstärkte sich im ersten Quartal 2011 weiter. Deshalb kletterte der Außenumsatz im Unternehmensbereich Wiring Systems im Berichtszeitraum gemessen am entsprechenden Vorjahresquartal um circa 37 Prozent auf das Rekordniveau von 500,2 Millionen Euro (Vorjahr: 365,1 Millionen Euro). Auch das EBIT des Segments erreichte mit 35,2 Millionen Euro (Vorjahr: 9,5 Millionen Euro) einen neuen Höchstwert. Leoni konnte seine Lieferungen an fast alle Kunden ausbauen. Vor allem das Geschäft in China sowie mit der internationalen Nutzfahrzeugindustrie legte kräftig zu. Zahlreiche Neuaufträge untermauern die künftig gute Entwicklung des Bereichs, darunter auch vielversprechende Serienprojekte in der Business Unit Electromobility.

Wire & Cable Solutions wächst weltweit

Im Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions erzielte Leoni ebenfalls Quartalsrekorde: Der Außenumsatz des Segments erhöhte sich von Januar bis März 2011 gegenüber dem Vergleichszeitraum 2010 um rund 40 Prozent auf 410,5 Millionen Euro (Vorjahr: 293,4 Millionen Euro), und das EBIT stieg von 13,5 Millionen Euro auf 26,0 Millionen Euro. Vor allem die Nachfrage nach Automobilleitungen boomte weltweit, getrieben durch den zunehmenden Bedarf an Spezialleitungen sowie an Kabeln für Komfortanwendungen wie Infotainment und Fahrerassistenzsysteme. Darüber hinaus konnte Leoni das Geschäft mit Datenkabeln, Spezialkabeln für die Robotik und die Medizintechnik sowie mit Flachdrähten für die Solarindustrie kräftig ausbauen. Bei neuen Aufträgen, beispielsweise für Robotik-Lösungen aus der Automobilindustrie, spielen neben den Produktlieferungen auch Serviceleistungen eine zunehmend wichtige Rolle. Damit stärkt Leoni seine Position als Systemanbieter.

Belegschaft erhöht, Investitionen ausgeweitet

Im Zuge der anhaltend guten Konjunktur baute Leoni die Produktionskapazitäten wie geplant aus. Insgesamt investierte der Konzern im ersten Quartal 2011 mit 21,9 Millionen Euro gut 34 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Unter anderem wurden Standorte in Osteuropa, Nordafrika und Lateinamerika erweitert. Die Zahl der Mitarbeiter stieg in den ersten drei Monaten 2011 konzernweit um 980 auf 56.136 Personen (31.12.2010: 55.156). Dabei wuchs die Belegschaft im Inland um 122 und im Ausland um 858 Personen.

Prognose: Umsatzsteigerung bei überproportional wachsenden Erträgen

Aufgrund der guten Entwicklung im ersten Quartal und der weiterhin positiven Geschäftsaussichten hat Leoni die Prognose für das Gesamtjahr 2011 Mitte April angehoben. Das Unternehmen erwartet, den Konzernumsatz auf rund 3,4 Milliarden Euro zu steigern (Vorjahr: 2,96 Milliarden Euro). Hierzu werden voraussichtlich die Segmente Wiring Systems etwa 1,85 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,63 Milliarden Euro) und Wire & Cable Solutions rund 1,55 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,32 Milliarden Euro) beitragen. Das Konzern-EBIT wird aus heutiger Sicht überproportional auf etwa 210 Millionen Euro zulegen (Vorjahr: 130,7 Millionen Euro).