Leoni Nürnberg

Analysten sehen Leoni auf dem allerbesten Weg, das Umsatzziel von 3,7 Milliarden Euro zu erreichen. - Bild: Leoni

War der Gewinn im ersten Jahresviertel noch deutlich eingebrochen und auch der Umsatz leicht geschrumpft, könnte es nun wieder aufwärts gegangen sein. Experten rechnen zwar weiterhin mit weniger Gewinn als vor einem Jahr, allerdings dürfte der Rückgang bei weitem nicht mehr so groß sein. Am 13. August will der MDax-Konzern seine Zahlen vorlegen.

Zulieferer kann Produktion trotz Europa-Krise stabil halten

Die von der Nachrichtenagentur Bloomberg bis Montag befragten Analysten gehen von einem leicht gestiegenen Umsatz aus. Sie rechnen im Schnitt mit 976,8 Millionen Euro – das wäre ein Prozent mehr als vor einem Jahr. Damit wären die Nürnberger auf dem allerbesten Weg, ihr Umsatzziel von 3,7 Milliarden Euro zu erreichen. Sie dürften davon profitieren, dass die deutschen Autobauer ihre Produktion trotz der Krise in Europa etwa stabil gehalten haben und vor allem in Asien die Fertigung ausbauen. Leoni hatte im ersten Quartal außerdem sehr viele Aufträge eingesammelt.

Konzernchef Probst blickt zuversichtlich ins zweite Halbjahr

Den Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) schätzen die Experten auf 41,9 Millionen Euro, das wäre zwar ein deutlicher Rückgang um mehr als 17 Prozent – aber immerhin etwas mehr als im ersten Quartal (38,5 Millionen Euro). Bis Ende des Jahres will Leoni auf 170 Millionen Euro kommen. Dafür muss das Unternehmen im zweiten Halbjahr noch etwas zulegen. Doch Konzernchef Klaus Probst hatte bereits zu Jahresbeginn angekündigt, dass sich die Zahlen nach einem verhaltenen Auftakt bis Jahresende stetig verbessern würden. Unter dem Strich dürften im zweiten Quartal rund 26 Millionen Euro Gewinn herausgekommen sein, rund ein Viertel weniger als zwischen April und Ende Juni 2012.

Fast die gesamte Auto- und Zulieferer-Branche hatte im zweiten Halbjahr einen deutlichen Aufwärtstrend nach dem verkorksten Jahresstar erkennen lassen. Manche Branchenkenner rechnen bereits damit, dass bei der Autoflaute in Europa die Talsohle erreicht sein könnte – wie lange es allerdings dauert, bis der Markt auch wieder richtig anzieht, ist ungewiss.

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dpa/Guido Kruschke