Leoni Nürnberg

Mit der Bordnetzsparte als Wachstumstreiber konnte Leoni wider Erwarten deutlich zulegen. - Bild: Leoni

Das Unternehmen hob seine Prognose für die Erlöse auf 3,8 Milliarden Euro an, wie es am Dienstag mitteilte. Zuvor hatte Leoni mit einem leichten Rückgang auf 3,7 Milliarden Euro gerechnet. Im zweiten Quartal kletterte der Umsatz überraschend erstmals auf mehr als eine Milliarde Euro, ein Plus von rund fünf Prozent. Größte Triebfeder war die Bordnetzsparte, die Kabelbäume für Neuwagen liefert. Deren Geschäfte kletterten um rund neun Prozent auf fast 608 Millionen Euro. Dabei legte das Unternehmen sowohl in Deutschland als auch in wichtigen Schwellenländern wie China zu.

Bordnetzsparte als Wachstumstreiber

An ihrem ursprünglichen Gewinnziel hält die Leoni-Führung indes fest. Die Nürnberger erwarten vor Zinsen und Steuern (EBIT) weiterhin einen Gewinn von 170 Millionen Euro. Zwischen April und Ende Juni sank das EBIT im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast ein Viertel auf 39 Millionen Euro. Nach dem ersten Halbjahr liegt Leoni bei knapp 78 Millionen Euro und damit fast 50 Prozent unter dem Vorjahreswert. Damals hatten allerdings Sondereffekte den Gewinn befeuert. In der zweiten Jahreshälfte erwartet der Vorstand einen deutlichen Gewinnschub, um die eigenen Ziele zu erreichen.

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dpa/Guido Kruschke