Es sind Klassiker wie der legendäre Alfa Spider, für den die Piemonteser Designschmiede verantwortlich zeichnet und die Pininfarina zu Weltruhm verhalfen. Doch die Krise auf dem Welt- und speziell auf dem Automobilmarkt ging auch an dem italienischen Unternehmen nicht spurlos vorüber. In den ersten drei Quartalen 2010 meldete Pininfarina nach Angaben von derStandard.at Verluste in Höhe von 33 Millionen Euro, im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 18 Millionen Euro. Dennoch: sowohl das Portfolio als auch die Expertise sowie die Historie des Unternehmens mit einer 80-jährigen Tradtion scheinen derzeit gerade attraktiv auf potenzielle Interessenten zu wirken.

Kein Wunder also, dass die Avancen aus verschiedenen Richtungen kommen. So haben nach Angaben der italienische Tageszeitung Il Messaggero vom vergangen Donnerstag die indischen Konzerne Bajaj Auto und Mahindra sowie auch BAIC, JAC und Brilliance aus China Interesse an der schönen Italienerin bekundet. Wie DerStandard.at berichtet, habe der für den europäischen Markt von Magna zuständige Vizepräsident Dieter Althaus gegenüber der Wirtschaftszeitung Sole 24 Ore bestätigt, dass man Interesse an Pininfarina habe.

Die Gerüchte um Magnas Interesse an der italienischen Design- und Engineeringschmiede haben die Pininfarina-Aktien an der Mailänder-Börse am Mittwoch kurzfristig um über 22 Prozent in die Höhe getrieben. (fl)