Magna bereitet nach einem Bericht des Handelsblatt den Einstieg in das Geschäft mit Elektroantrieben und -fahrzeugen vor. Magna-Vorstandschef Siegfried Wolf sagte am Dienstag in Wien, dass das Unternehmen bis zum Jahresende eine Standort-Entscheidung für den Bau seiner ersten Batteriefabrik treffen werde. Das Investitionsvolumen für diese Produktionsstätte werde voraussichtlich zwischen 200 und 300 Millionen  Euro liegen.

Wo die erste Batteriefabrik des Unternehmens entstehen könnte, ist noch ungewiss. „Ich kann nur so viel sagen: Wir suchen in einem EU-Land nach einem Standort“, sagte Vorstandschef Wolf. 2012 oder 2013 könnten die ersten Batterien von den Bändern laufen. Eine zweite Batteriefabrik mit einem ähnlichen Investitionsvolumen von 200 bis 300 Millione Euro will der österreichisch-kanadische Konzern in Nordamerika errichten. Zusätzlich wird Magna nach Angaben Wolfs die Voraussetzungen für die Produktion von Elektrofahrzeugen schaffen. Fertigungsstandorte soll es dafür ebenfalls in Europa und in Nordamerika geben. Für Europa sei das Magna-Stammwerk in Graz im Gespräch. Insgesamt könnte Magna damit ein Investitionsvolumen von mehr als einer Milliarde Euro erreichen.