Fertigung des BMW 5er bei Magna Steyr

Mit dem aktuellen Produkt- und Modellmix deckt Magna Steyr die gesamte Bandbreite an Antriebstechnologien ab. Bild: Magna Steyr

| von Götz Fuchslocher

Im Zuge der ersten Corona-bedingten Einschränkungen, die auch beim Engineering- und Fertigungsunternehmen mit Hauptsitz im österreichischen Graz 2020 zunächst zu einem Produktionsstopp führten, folgte ein passables zweites Halbjahr 2020 mit guten Quartalen drei und vier. Das Unternehmen musste keine Fertigungs-Stopps umsetzen, sagte Frank Klein, Präsident von Magna Steyr, im Rahmen eines digitalen Pressegesprächs.

Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 12.000 Mitarbeiter und verfügt über 18 Entwicklungs- und 13 Produktionsstandorte. Alleine in Graz sind über 8.000 Menschen angestellt. Im Magna Steyr-Werk in der steirischen Metropole laufen die Mercedes-Benz G-Klasse, die konventionelle und Hybrid-Variante der BMW 5er-Serie, der BMW Z4, der Jaguar E-Pace und der rein elektrische Jaguar I-Pace sowie der Toyota GR Supra von den Fertigungsbändern. Mit dem aktuellen Produkt- und Modellmix deckt das Unternehmen die gesamte Bandbreite an Antriebstechnologien von konventionell über Plug-in-Hybrid bis hin zum rein elektrischen Fahrzeug ab. Etwa mit Blick auf Jaguar ist neben der Covidpandemie auch der Austritt Großbritanniens aus der EU ein Thema für das Unternehmen. Große Verwerfungen erkennt der Magna Steyr-Präsident aufgrund des Brexit jedoch nicht, zumal der Aufwand für einen Auftragsfertiger auf Produktionsseite verhältnismäßig gering sei. Auf der Lieferantenseite gibt es bei Magna laut Klein derzeit keine Engpässe.

Große Themen sind für Klein die Megatrends Elektromobilität und autonomes Fahren. Die Zukunft des Automobils sei elektrisch, betont der Magna Steyr-Mann. Die gesteckten Klimaziele werde man nur mithilfe von elektrischen Fahrzeugen sowie der Brennstoffzellentechnologie erreichen. Damit man in Europa eine Vorreiterrolle halten könne, seien freilich auch entsprechende politische Initiativen erforderlich. Mit Blick auf das automatisierte und autonome Fahren erkenne man im internationalen Vergleich eine gewisse Zurückhaltung gerade auf dem europäischen Markt. Hier bestehe eine Lücke zu China. Technologisch gesehen sei man in diesem Themenumfeld als Unternehmen jedoch weiter als die Gesetzgebung.

Mit Blick auf die Engpässe bei Halbleitern erachtet man bei Magna Steyr zwei Faktoren als wesentlich: Zum einen trage zur aktuellen Situation bei, dass die Automotive-Branche schneller als erwartet aus der Krise gekommen sei, zum anderen bestehe ein hoher Bedarf an entsprechenden Produkten in der Unterhaltungsindustrie, heißt es in Graz. Ein gewisser Anteil an Fahrzeugen werde 2021 zwar nicht produziert werden, Magna Steyr sei davon jedoch noch nicht betroffen.

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