Ssangyong

Insgesamt 387 Millionen Euro will Mahindra & Mahindra in die Sanierung seiner südkoreanischen Tochter Ssangyong investieren. Das Unternehmen soll bis 2022 rentabel werden. Bild: Ssangyong

| von Stefan Grundhoff

Nach Informationen des Nachrichtenagentur Reuters hat Pawan Goenka, Geschäftsführer von Mahindra & Mahindra, einen dreijährigen Plan erstellt, der bereits vom Ssangyong-Vorstand genehmigt wurde. „Es ist klar, dass es in diesem Jahr nicht möglich sein wird, profitabel zu werden, das ist nicht realistisch. Es gibt Arbeit, die getan werden muss“, so Goenka. Ssangyong wird sich auf die Reduzierung seiner Materialkosten konzentrieren, um über einen Zeitraum von zwei Jahren 62 bis 69 Millionen Euro pro Jahr einzusparen. Dies soll dazu beitragen, die Gewinnmarge des südkoreanischen Autoherstellers um rund drei Prozent zu verbessern. Ssangyong will ferner die Personalkosten senken und neue Märkte wie Russland oder Vietnam erschließen. Unverändert sucht Mahindra & Mahindra auch Investoren für SsangYong.

Die jüngste Entwicklung überrascht nicht, denn der Nettoverlust von Ssangyong im Jahr 2019 ist auf 263 Millionen Euro gestiegen, verglichen mit einem Nettoverlust von 47 Millionen Euro im Jahr zuvor. Dieser Wert ist der schlechteste seit 2009, als der Autohersteller innerhalb eines Jahres einen Verlust von 229 Millionen Euro erlitt. Der gestiegene Verlust des Autoherstellers im Gesamtjahr 2019 war hauptsächlich auf die schleppenden Verkäufe in den Übersee-Märkten zurückzuführen, die aus einer konjunkturelle Abkühlung in den Schwellenländern und dem Handelskrieg zwischen den Vereinigten Staaten und China resultierten. Ssangyong begründet den höheren Nettoverlust auch mit höheren Marketing- und Abschreibungskosten.

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