Mahindra_SUV_Indien

In Indien ist Mahindra (im Bild der XUV 500) eine Größe, außerhalb so gut wie unbekannt. Das soll sich ändern - möglicherweise in ZUsammenarbeit mit Ssanyong. Bild: Mahindra

Knapp 440.000 Autos hat Mahindra & Mahindra 2016 verkauft, davon 90 Prozent in Indien. Auf eine nennenswerte Stückzahl kommen der Autobauer außerhalb des Heimatmarkts nur in der Automobil-Diaspora Chile mit etwa 10.000 Einheiten. Nun arbeitet man in der Führungsetage offenbar ernsthaft an einer Globalisierung der Marke. Gegenüber Economic Times bestätigte Pravin N Shah, Chef der Automobilsparte: „Wir schauen nach einer zweiten Basis für die Marke außerhalb Indiens“ dabei betonte er, dass Mahindra & Mahindra vor einem großen Schritt für das Unternehmen stehen.

Wo sich diese neue Basis befinden wird, ließ der Manager allerdings offen, an den konkreten Plänen werde noch gearbeitet. In der Branche wird nun spekuliert, ob Mahindra den Sprung in neue Märkte alleine anpacken wird oder mit Tochter Ssanyong. 2011 haben die Inder, die viel Knowhow im Bereich Geländewagen besitzen, die Mehrheit am südkoreanischen Autobauer erworben.

Pininfarina Ende 2015 übernommen

Passend zu den Expansionsplänen kommt die Information, dass Mahindra & Mahindra zusammen mit Pininfarina an einem luxuriösen Elektroauto entwickelt. Das Auto soll in den nächsten drei bis sechs Monaten vorgestellt werden. Für einen solchen Luxus-Stromer gebe es in Indien keinen Markt, meinen die Experten von IHS Markits, wichtig könnte das Modell aber sein, um außerhalb Indiens einen Hallo-Effekt für die Marke zu erzeugen. Mahindra hatte die damals wirtschaftlich schwer angeschlagene italienische Designschmiede Ende 2015 übernommen. Seither gibt es immer wieder Gerüchte, dass sich die Inder globaler aufstellen wollen. 

Fall M & M tatsächlich außerhalb Indiens Fuß fassen wolle, bedeute dies für das Unternehmen einen mutigen Schritt. Gleichwohl sei das Vorhaben sowohl für Mahindra wie auch Ssanyong nachvollziehbar. Mahindra und Mahindra ist mit einem Absatzanteil von über 90 Prozent extrem abhängig vom wankelmütigen indischen Heimatmarkt, bei Ssanyong sieht es mit einem Absatzanteil von über 70 Prozent in Südkorea nur unwesentlich besser aus.