Heinz Junker

Heinz Junker: Das erste Halbjahr ist sehr gut gelaufen. Auch für das zweite Halbjahr sind wir optimistisch. - Bild: Mahle GmbH

Die Erlöse seien um etwa 20 Prozent auf fast drei Milliarden Euro gestiegen, sagte Mahle-Chef Heinz Junker am Dienstag in Stuttgart. “Das erste Halbjahr ist sehr gut gelaufen. Wir sind optimistisch, dass sich das auch im zweiten Halbjahr so fortführen lässt.” Für das Gesamtjahr hatte Junker zuletzt Erlöse von mehr als 5,5 Milliarden Euro (2010: 5,3 Milliarden Euro) und ein Gewinnplus (2010: 177 Millionen Euro) in Aussicht gestellt.

Japan noch nicht mit voller Kapazität

Die Katastrophe in Japan belaste allerdings die Geschäfte von Mahle, sagte Junker. Die sechs Werke des Kolbenspezialisten liefen zwar nach dem Erdbeben und dem verheerenden Tsunami am 11. März wieder, allerdings nicht mit voller Kapazität. Es gebe nach wie vor Probleme in der Lieferkette, sagte Junker. Mahle hat neben den sechs Produktionswerken zwei Entwicklungszentren in dem Land. Alle Standorte sind nördlich von Tokio – wo auch das Epizentrum des Erdbebens und die Atomruine Fukushima liegen. Rund 2000 Menschen arbeiten in Japan für Mahle, weltweit hat der Konzern etwa 47.000 Beschäftigte.

Integration von Behr rückt näher

Der Zulieferer treibt derzeit mit Hochdruck die Integration des Kühlerspezialisten Behr voran. Derzeit hält Mahle rund 37 Prozent an dem benachbarten Unternehmen und will im Januar 2013 die Mehrheit übernehmen. Auch bei Behr habe sich der Umsatz im ersten Halbjahr ähnlich gut entwickelt wie bei Mahle, sagte Junker. Genaue Zahlen nannte er nicht. Im vergangenen Jahr hatte Behr zum ersten Mal seit 2007 wieder Gewinn gemacht. Der Umsatz legte um knapp 36 Prozent auf rund 3,3 Milliarden Euro zu.

dpa-AFX/Guido Kruschke