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Kleinaktionäre kündigen Widerstand gegen Piëchs Politik an. - Bild: MAN

Es könnte ein heißer Tanz werden.

Angesichts der Pläne von Volkswagen, seinen Anteil an MAN weiter zu erhöhen, um den Lastwagenbauer enger mit der eigenen Tochter Scania zusammenzubringen, dürfte es eine turbulente Versammlung werden. Das Traditionsunternehmen mit seiner mehr als 250-jährigen Unternehmensgeschichte soll nach dem Willen von VW als Marke Nummer elf in die Wolfsburger Großfamilie einsortiert, neben den tschechischen, spanischen, britischen, italienischen, schwäbischen und eben schwedischen Schwestern.

Viele Kleinaktionäre kündigten vor dem Treffen an, sich vor allem gegen die Politik von Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch zu wehren. So will etwa die Deutsche Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz die Wahl von weiteren VW-Vertretern in den MAN-Aufsichtsrat verhindern. Statt drei Mitgliedern im Aufsichtsrat stellt Volkswagen künftig fünf, darunter auch VW-Boss Martin Winterkorn, Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch sowie Nutzfahrzeugvorstand Jochem Heizmann.

dpa/Guido Kruschke