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MAN könnte sich aus dem Dax verabschieden. - Bild: MAN

Offen ist allerdings, wann es dazu kommen könnte. Die Zusammensetzung des wichtigsten deutschen Aktienindex wird vierteljährlich überprüft, das nächste Mal am 3. September. Die Deutsche Börse bestimmt die Mitglieder der prestigeträchtigen Liste der 30 wichtigsten Aktiengesellschaften in einem komplizierten Verfahren. Kriterien sind etwa die Menge der am Markt verfügbaren Aktien oder das Handelsvolumen des Papiers.

Sollte Volkswagen nicht schnell zusätzliche Papiere über die jetzt erreichten 55 Prozent hinaus kaufen, dürfte sich an der Dax-Notierung vermutlich zunächst nichts ändern, heißt es aus Finanzkreisen. Jedenfalls noch nicht bei der nächsten Anpassungsrunde im September. Zwar sinke durch die Übernahme der sogenannte Freefloat – also die Zahl der Aktien im Streubesitz -, doch noch nicht unter die wichtigen Grenzwerte. Sollte Volkswagen aber weiter kräftig zukaufen, könnte sich das Ende beschleunigen. Sinkt der Freefloat unter zehn Prozent, droht sogar der sofortige Rausschmiss aus der ersten Börsen-Liga.

Unabhängig vom Ausgang gibt es bereits mögliche Nachfolgekandidaten, darunter vor allem der Autozulieferer Continental oder der Chemiekonzern Lanxess.

dpa-AFX/kru