Sergio Marchionne

Sergio Marchionne hält Konsolidierungen in der Autobranche für unausweichlich. Bild: Wikipedia

Am Rande des Genfer Automobilsalons sagte Marchionne, er würde zwar sehr gerne mit Europas größtem Autobauer zusammenarbeiten, habe aber für eine mögliche Fusion einen anderen Wunschkandidaten im Kopf. Einen Namen nannte Marchionne nicht. Er hatte sich bereits bei der Automesse in Detroit im Januar vehement für eine Branchenkonsolidierung als einzigen Ausweg für Überschusskapazitäten und als Risikoausgleich bei der Einführung neuer Modelle ausgesprochen.

Im Juli vergangenen Jahres kamen Gerüchte über ein mögliches Abkommen zwischen Volkswagen und dem italienisch-amerikanischen Autobauer auf, als sich einem Magazinbericht zufolge die Großaktionäre beider Konzerne zu Gesprächen darüber getroffen hatten. Volkswagen und Fiat Chrysler dementierten damals derartige Pläne.

Analysten zufolge sind europäische Autobauer, da sie nach wie vor in der auf das Jahr 2008 zurückgehenden Krise steckten, durchaus Konsolidierungskandidaten. Einer Einschätzung von Fitch Ratings vom Januar zufolge dürften am ehesten Fiat Chrysler, Volkswagen und Peugeot Citroen bei der von den Analysten erwarteten Konsolidierung eine Rolle spielen.

Fiat Chrysler könnte nach dem Börsengang der Sportwagen-Tochter Ferrari im Jahresverlauf eine bessere Rolle in einem Konsolidierungsszenario spielen. Marchionne hält die Tür für einen größer als bislang geplanten Börsengang von Ferrari offen. Er sagte, möglicherweise würden mehr als 10 Prozent der Anteile an die Börse gebracht. Er schloss auch nicht aus, den kompletten Fiat-Anteil von 90 Prozent an Ferrari zu verkaufen. Das sei aber “sehr, sehr unwahrscheinlich”.

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Eric Sylvers, Dow Jones Newswires