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Die Marke VW hat im ersten Halbjahr die EBIT-Marge leicht verbessert, liegt aber deutlich hinter der Konkurrenz zurück. Bild: VW

Die dünne Ebit-Marge (Gewinn vor Zinsen und Steuern) gilt als Schwachpunkt der Marke Volkswagen. Eines der vordringlichen Zieles des seit 1. Juli amtierenden Markenchefs Herbert Diess ist, die Marge auf eine Niveau von sechs Prozent hoch zu fahren. Welch hartes Stück Arbeit vor dem von BMW gekommenen Manager liegt, unterstreicht ein Quervergleich, den das an der Universität Dusiburg-Essen angesiedelte Center Automotive Research (CAR) angestellt hat. Das zunächst für VW positive Signal: trotz eines schwierigen Marktumfelds konnte VW-Pkw die Marge von 2,1 auf 2,7 Prozent steigern.

Das große “aber” folgt beim Vergleich zur Konkurrenz im Volumenbereich: Mit dem Ergebnis liegen die Wolfsburg weit hinter den direkten Konkurrenten Ford und GM, die ebenfalls ihre Ebit-Marge weiter steigern konnten. Einen ordentlichen Sprung legte General Motors hin. Der US-Konzern kommt nach 2,4 Prozent im ersten Halbjahr nun auf 6,7 Prozent. Ebenfalls aufwärts ging es bei Ford von 5,4 auf 6 Prozent. Sogar der in der Restrukturierung steckende PSA-Konzern brauste VW davon und schaffte im Autogeschäft bei der Umsatzrendite einen Sprung von 0 auf 5 Prozent.

Kernmarke VW hat bei Ebit-Marge auch nach dem ersten Halbjahr 2015 deutlich Rückstand zur Konkurrenz. Quelle: Center Automotive Research (CAR))

Kernmarke VW hat bei Ebit-Marge auch nach dem ersten Halbjahr 2015 deutlich Rückstand zur Konkurrenz. Quelle: Center Automotive Research (CAR))

Im konzerninternen Vergleich ist unter den Volumenmarken Skoda das Maß der Dinge. Die Tschechen steigerten die EBIT-Marge von 7,1 auf 8,1 Prozent.

Entsprechend kritisch fällt das Fazit vom Leiter des CAR-Instituts, Ferdinand Dudenhöffer, aus: Trotz des hohen Windfall-Profit durch den schwachen Euro sei es VW nicht gelungen, die Profitabilität seiner wichtigsten Sparte VW-Pkw adäquat zu verbessern.

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fv