Herbert Diess, BMW

Die Zukunft der eigenen Teilewerke ist angesichts des Sparprogramms bei Volkswagen ein heißes Eisen. Der neue VW-Markenchef hat nun ihre Wichtigkeit für den Konzern betont. Bild: Archiv

“Die Hausanfertigung ist wichtig. Für ein Unternehmen mit einer Größe wie Volkswagen ist eine hohe Fertigungstiefe vorteilhaft”, sagte Diess der am Donnerstag (15.7.) erschienenen VW-Betriebsratszeitschrift Mitbestimmen.

Zudem halte die Hausanfertigung viel Wissen im Unternehmen, was Diess als Vorteil gegenüber dem Wettbewerb wertet. Der 56-Jährige war bis vor seinem Wechsel an die Spitze von VW-Pkw Entwicklungsvorstand bei BMW. Er übernahm die Aufgabe in Wolfsburg zum Juli von Volkswagen-Konzernchef Winterkorn, der das Amt zuvor in Personalunion geführt hatte.

Die eigene, in großem Umfang laufende Teilefertigung wie etwa in Kassel oder Salzgitter ist bei VW ein heißes Eisen. Vor knapp zehn Jahren, zu Osterlohs Antritt, war die Zukunft der Komponentenwerke sogar ungewiss. Für neue Aufruhr sorgte diese Aussage Winterkorns vor einem Jahr zum Start des Sparprogramms für VW-Pkw: “Gesprochen werden muss auch dringend über die heutige Fertigungstiefe der Komponente. (…) Das heißt auch, sich von Themen zu verabschieden, die bei Lieferanten profitabler gefertigt werden können”, sagte er.

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dpa/ks