Daimler Zetsche breit

Die Analysten hoffen am Mittwoch von Daimler-Chef Zetsche auf eine konkretere Prognose des Traditionsunternehmens für das Gesamtjahr. - Bild: dpa

Da von den Gründen – dem anhaltenden Luxusautoboom und der beschleunigten Erholung der wichtigsten Lkw-Märkte – inzwischen aber viel gesprochen und geschrieben wurde, dürften gute Zahlen alleine den Markt am Mittwoch nicht überzeugen können. Gehofft wird am Mittwoch vielmehr auf eine konkretere Prognose des Traditionsunternehmens für das Gesamtjahr.

Bisher ließen sich die Stuttgarter nicht wirklich in die Karten schauen und stellen ein Umsatzplus und einen deutlichen Anstieg des operativen Gewinns in Aussicht. Die Pkw-Verkäufe sollen nach knapp 1,28 Millionen im Vorjahr über die Marke von 1,3 Millionen steigen und damit eine neue Bestmarke markieren.

Angesichts des bereits Erreichten sollten diese Ziele eigentlich reine Makulatur sein, auch wenn sich die Dynamik in der zweiten Jahreshälfte wegen der schwerer zu toppenden Vergleichswerte abschwächen dürfte. Denn im ersten Quartal hatte der Umsatz mit gut 24,7 Milliarden Euro um etwa ein Sechstel über dem Vorjahr gelegen, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern war sogar um mehr als 70 Prozent auf gut zwei Milliarden Euro gestiegen.

Neue Modelle sorgen für zusätzliche Impulse

Aus heutiger Sicht trauen die von Dow Jones Newswires befragten Analysten Daimler im Mittel auf Gesamtjahressicht ein Erlösplus von 11 Prozent auf gut 108 Milliarden Euro zu und ein um ein Fünftel höheres Ergebnis vor Zinsen und Steuern von knapp 8,8 Milliarden Euro.

Auch das Pkw-Absatzziel kann wohl als eher konservativ bezeichnet werden. Denn im ersten Halbjahr wurden bereits mehr als 665.000 Wagen verkauft – ein Plus von fast zehn Prozent. Und das, obwohl die die Neuauflage der C-Klasse, des volumenstärksten Modells, gar nicht komplett verfügbar gewesen ist. Zudem befand sich die M-Klasse, das gefragteste SUV von Mercedes-Benz, zuletzt am Ende des Lebenszyklus’, weshalb dank der neuen Version gegen Jahresende mit weiteren Impulsen gerechnet werden darf.

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Dow Jones Newswires/Guido Kruschke