Logos von Alfa Romeo und Maserati

Fahren ihre Produktion in Italien runter, weil der Absatz in China stark rückläufig ist: Alfa Romeo und Maserati. Bild: Alfa Romeo/Maserati/apr

| von Jennifer Kallweit

Schleppende Autoabsätze in China machen den beiden Autoherstellern Maserati und Alfa Romeo zu schaffen. Dafür verantwortlich macht jetzt Konzernmutter FCA die neuen Bestimmungen in China, die den Import, den Händlerbestand und die Beteiligung an den Händlern regeln. Jetzt zieht FCA ihre Konsequenzen: Im italienischen Werk Mirafiori wird die Montagelinie für den Maserati Levante SUV für zwei Wochen gestoppt.

Stattfinden soll der Produktionstop zwischen Oktober und November. Der Output von Alfa Romeos Limousine Giulia und des Crossovers Stelvio wird auf 265 Einheiten per Schicht heruntergefahren – bisher wurden 300 Einheiten pro Schicht im Werk Cassino (Italien) gefertigt. Seit Mitte September standen bereits an vier Freitagen die Bänder still, wodurch mehr als 2.000 Fahrzeuge weniger aus der Produktionshalle rollten.

Ausblick in China: Maserati macht mehr Absatz als Alfa 

Laut dem Analyseinstitut IHS Markit hätte FCA diesen Weg nicht einschlagen müssen, wenn die Nachfrage (trotz der begründeten Faktoren seitens des Konzerns) gegeben wäre. IHS Markit geht davon aus, dass Maserati in diesem Jahr etwa 17.000 Einheiten in China verkaufen wird, bei denen es sich zu 58 Prozent um den Levante handelt. Bei Alfa Romeo gehen die Marktanalysten davon aus, dass der Chinaabsatz bei rund 5.100 Einheiten liegen wird.