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Die Automobil-Zulieferer werden in Westeuropa bald massiv Stellen abbauen. 75.000 Arbeitsplätze weniger, das prognostiziert eine Studie von Roland Berger. - Bild: ElringKlinger

Dies besage eine Studie der Unternehmensberatung Roland Berger, die in der kommenden Woche präsentiert werde, berichtete der Radiosender MDR Info am Sonntag. Studienautor Marcus Berret habe dem Sender gesagt: “Das wird aus meiner Sicht in den nächsten vier bis fünf Jahren durchaus eine Größenordnung von bis zu 75.000 Arbeitsplätze in Westeuropa sein – Betonung auf Westeuropa, weil sie in Osteuropa natürlich einen Aufbau haben.”

Deutlich rückläufige Fahrzeugproduktion in Westeuropa

Berret zufolge sei Deutschland besonders von der Entwicklung betroffen, weil hier besonders viele Zulieferer sitzen. Die Betriebe verlagerten ihre Produktion aber zunehmend nach Osteuropa oder Asien. Roland Berger rechnet demnach mit weiter deutlich rückläufiger Fahrzeugproduktion in Westeuropa. Dort stecken die Automärkte angesichts der Rezession in vielen Ländern seit längerem in einer Absatzkrise. Seien 2007 noch 16 Millionen Fahrzeuge produziert worden, prognostiziert die Unternehmensberatung für 2016 nur noch 13 Millionen.

Viele Zulieferer verlagern ihre Werke ins Ausland, etwa nach Osteuropa oder nach Asien. Dort boomt der Absatz, es entstehen immer mehr neue Auto-Fabriken.

Deutschland besonders betroffen

Deutschland sei von der Entwicklung besonders betroffen, sagt Berret ? denn hier gebe es im europäischen Vergleich besonders viele Zulieferer. Seine Prognose: Überleben werden nur Anbieter, die sich international aufstellen, spezialisierte Autoteile anbieten und eine starke Automarke zum Partner haben.

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dpa/MDR/Guido Kruschke