McLaren-Werk

McLaren hat in Sheffield ein neues Werk für Karbonkomponenten eröffnet. Bild: McLaren

| von Stefan Grundhoff

Nach eigenen Angaben hat die britische Sportwagenfirma 50 Millionen GBP (63,8 Mio. US Dollar) in den neuen Standort investiert, der zum Start 50 Mitarbeiter beschäftigt. Die neue Produktionsstätte hat mit dem Bau von ebenso leichten wie hochfesten Kohlefasermodulen der nächsten Generation bereits begonnen und erste Prototypenkomponenten erstellt.

Die Serienproduktion soll Anfang 2020 starten, wenn mehr als 200 neue Arbeitsplätze in Sheffield entstehen. Die Bruttowertschöpfung für die lokale Wirtschaft soll in den nächsten zehn Jahren bei rund 100 Millionen GBP liegen.

„Wir sind stolz darauf, neue Arbeitsplätze in der Region Sheffield zu schaffen, die seit langem mit fortschrittlichen Materialien verbunden ist“, so McLaren-CEO Mike Flewitt, „zunächst mit Stahl und jetzt mit der Zukunft, auf die man sich bei der Innovation und Produktion von Kohlefasern für McLaren freuen kann.“

Weniger Gewicht und mehr Effizienz

Nach Angaben von McLaren hat man sich für diesen Standort entschieden, um „die umfassende Materialexpertise, die Fähigkeiten, die Universitätsressourcen und die Dynamik der Sheffield-Region zu erschließen". Die Module, die in dem neuen Karbonwerk entstehen, werden für die 18 Fahrzeuge genutzt, die McLaren im Rahmen seines Track25-Geschäftsplans produzieren wird.

Diese neuen Modelle gehören zu den leichtesten ihrer Klasse und sollen zusammen mit der zukünftigen Antriebsstrangstrategie des Autoherstellers dazu beitragen, Gewicht zu sparen und die Effizienz zu steigern.

McLaren hatte die Produktion dieser Wannen zuvor an einen Lieferanten in Österreich ausgelagert. Durch die Verlagerung nach Sheffield wird der durchschnittliche prozentuale Anteil eines McLaren-Fahrzeugs, das in Großbritannien produziert wird, um etwa acht Prozent auf knapp 60 Prozent ansteigen.