Macht hoch die Tür: Mit dem in Shanghai vorgestellten 540 C schielt McLaren auf neue Kundengruppen.

Macht hoch die Tür: Mit dem in Shanghai vorgestellten 540 C schielt McLaren auf neue Kundengruppen. Bild: McLaren

Lamborghini, Bugatti und Porsche sind unter dem Dach von VW, Ferrari und Maserati unter dem von Fiat-Chrysler. Entsprechend größer ist deren finanzielle Rückendeckung, zudem können diese Marken im Gegensatz zu McLaren auf die Ressourcen eines Großkonzernes zurück greifen. Ob allerdings bei den sehr speziellen Bedürfnissen der außerhalb jeder Norm stehenden Automobile der Kostenfaktor eine große Rolle spielt, kann bezweifelt werden.

Bei McLaren sieht man jedenfalls keinen wesentlichen Nachteil, nicht Teil eines Großkonzerns zu sein. Es sei zwar eine Herausforderung, die Unabhängigkeit in Zukunft zu wahren, man strebe dies aber auf jeden Fall an, zitiert Automotive News Vertriebs- und Marketing-Chef Jolyon Nash. In der Unabhängigkeit sehe man sogar den Vorteil, schneller auf Entwicklungen reagieren zu können. Auch habe man eine sehr hohe Effizienz in der Produktentwicklung. Das ist vor allem auch mit Blick auf die Entscheidungswege. Beispiel Lamborghini: dort hängt seit bald vier Jahren eine Entscheidung, ob nun ein Lambo-SUV gebaut wird oder nicht.

Die Briten jedenfalls haben vor, auch in Zukunft “Herr über ihr eigenes Schicksal” zu bleiben, wie Nash sagte.

Damit das gelingt, wird die Produktpalette gezielt erweitert. Eine wichtige Rolle dabei könnte dem jüngst in Shanghai vorgestellten 540C Coupé zukommen. Mit diesem rundet der Supersportwagenbauer seine Produktpalette um ein – im Vergleich zum sonstigen Sortiment – günstiges Einsteigermodell für rund 191.000 US-Dollar ab. Wie seine Brüder verfügt der McLaren-Einsteiger über eine leichte wie hochfeste Struktur aus Karbonfasern. Der 3,8 Liter Achtzylinder mit Doppelturbo entlockt dem Sportwagen 540 PS und zwischen 3.500 und 6.500 U/min ein maximales Drehmoment von 540 Nm. 0 auf Tempo 100 schafft der Brite in 3,5 Sekunden. Höchstgeschwindigkeit: 320 km/h. Die Leistung wird dabei über ein siebenstufiges Doppelkupplungsgetriebe an die Hinterachse übertragen. Dank Start-Stopp-Automatik liegt der Normverbrauch laut Hersteller bei 11,1 Liter auf 100 Kilometer.

Mit dem Einsteiger schielen die Briten auf den Millionärsnachwuchs in Asien und Südamerika. Geplant ist auch eine Ausweitung des Vertriebsnetzes in China, Jaopan und Nordamerika. Mclaren will 2017 etwa 4.000 Fahrzeuge jährlich verkaufen, 2014 waren es 1.648.

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fv