Manfred Erlacher

Manfred Erlacher, Leiter des BMW-Standorts Spartanburg, ist stolz darauf, als erstes Werk erstes Collaborative Robots einzusetzen. Bild: BMW Group

Manfred Erlacher, Werksleiter des BMW-Werks in Spartanburg, über seine Arbeit und das Werk in den USA. Er arbeitet seit 30 Jahren bei BMW und leitet das Werk seit Ende 2013. Zuvor war er Werksleiter in Leipzig.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Herr Erlacher, worin liegen die Unterschiede im Managen eines Werks in Deutschland und in den USA?
Grundsätzlich kann man sagen, dass Mitarbeiter auf der ganzen Welt Wertschätzung, Fairness und die persönliche Ansprache erwarten und schätzen. Jedoch gibt es hier in den USA eine andere Kultur des Lobens, das Positive wird mehr in den Mittelpunkt gerückt. Mit dem deutschen Motto ?Nichts gesagt, ist genug gelobt? kommen Sie hier nicht weit. Des Weiteren stelle ich fest, dass die Mitarbei- ter Hierarchie-orientierter sind. Grund­sätzlich habe ich auch den Eindruck, dass zwischen Mitarbeitern und Abteilungen intensiver kommuniziert wird.

AUTOMOBIL PRODUKTION: Worauf kommt es bei der Führung US-amerikanischer Mitarbeiter an?
Die Prozesse unterscheiden sich nicht merklich. Wie erwähnt steht das Positive im Mittelpunkt, Kritik fließt eher sehr vorsichtig ein. Aber da bestehen allein in den USA schon große regionale Unterschiede. Da es in den USA kein duales Ausbildungssystem gibt, ist die Mitarbeiterqualifizierung ein sehr wichtiges Thema für uns. Wir bieten daher bereits seit mehreren Jahren eigene Ausbildungsprogramme an. Rund 35 Auszubildende aus den Bereichen Mechatronik, Kfz-Mechatronik und Produktionstechnik sind in diesem Programm. Die Teilnehmer erhalten neben Praxiserfahrung im Werk auch einen Associate Degree von einem mit uns kooperierenden Technical College. Der Abschluss qualifiziert darüber hinaus auch für ein weiterführendes Bachelor Studium.

AUTOMOBIL PRODUKTION: BMW investiert bis 2016 rund eine Milliarde US-Dollar in Ihr Werk. Was bedeutet das für Sie?
Spartanburg wird das größte Werk in der Werkelandschaft der BMW Group werden. Darauf sind wir sehr stolz. Aber der Werksausbau wird uns sicherlich auch fordern. Wir erhöhen die bestehende Kapazität um 50 Prozent, das ist quasi ein zusätzliches Werk. Daneben steht Qualität und Effizienz immer oben auf der Tagesordnung. Das erwarten unsere Kunden.

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