Verkaufsschlager E-Klasse: Das starke Wachstum beim Mercedes-Absatz im Mai 2010 wird zudem auch von

Verkaufsschlager E-Klasse: Das starke Wachstum beim Mercedes-Absatz im Mai 2010 wird zudem auch von S- und C-Klasse getragen. - Bild: Daimler

Mercedes-Benz hat als Marke im Mai den weltweiten Absatz um 17,5 Prozent auf 101.400 Pkw steigern können und damit den Wachstumskurs der vergangenen Monate fortgesetzt. Alle Regionen haben zu diesem Plus beigetragen. In China konnte die Marke mit dem Stern sogar mit 11.500 verkauften Einheiten einen neuen Rekord verzeichnen, ein Plus von 121 Prozent gegenüber Mai 2009. Mittlerweile ist China drittwichtigster Absatzmarkt für Mercedes. Daimler-Chef Dr. Dieter Zetsche erwartet zudem, dass Mercedes-Benz Cars sein Umsatzrendite-Ziel von zehn Prozent in der zweiten Jahreshälfte 2012 wieder erreichen wird. “Im Mai konnten wir mit Mercedes-Benz schneller wachsen als der Gesamtmarkt. Wir halten mit diesem hervorragenden Absatzergebnis Kurs auf ein starkes zweites Quartal, in dem wir zweistellig wachsen werden”, kommentierte Dr. Joachim Schmidt, Mitglied der Geschäftsleitung Mercedes-Benz Cars, Vertrieb & Marketing. “Durch den Erfolg unserer E- und S-Klasse verbessern wir kontinuierlich unseren Produktmix und bauen unsere Position in vielen Märkten weiter aus – im Mai lag unser Absatz in allen Regionen über dem Vorjahresniveau.”

Die höchste Steigerungsrate erzielte Mercedes-Benz in China (inklusive Hongkong), wo sich der Aufwärtstrend mit Rekordverkäufen fortsetzt. Im Mai wurden 11.500 (im Vorjahresmonat 5.200) Pkw an Kunden verkauft, mehr als doppelt so viele wie im Vorjahresmonat (plus 121 Prozent). Auch in den anderen Märkten der Region Asien/Pazifik entwickelte sich der Absatz positiv: In Japan stiegen die Auslieferungen um 21 Prozent, in Australien, wo Mercedes-Benz eigenen Aussagen zufolge im Mai Marktführer war, um 13 Prozent. In allen BRIC-Staaten legte Mercedes-Benz ebenfalls deutlich zu, besonders hoch war das Wachstum dabei in Russland (plus 101 Prozent). In Südafrika war Mercedes-Benz im Mai Marktführer und steigerte den Absatz um 34 Prozent.

Im zweitgrößten Einzelmarkt, den USA, war Mercedes-Benz laut Unternehmensangaben im Mai die volumenstärkste deutsche Premiummarke mit dem Verkauf von 18.500 (ein Jahr zuvor. 15.100) Einheiten, was einer Steigerung von 23 Prozent entspricht.

In der Region Westeuropa (ohne Deutschland) verzeichnete Mercedes-Benz ein Wachstum von insgesamt neun Prozent, 26.500 (gegnüber 24.300 im Mai 2009) Pkw wurden an Kunden übergeben. Zuwächse gab es dabei in allen großen Märkten: In Italien, wo Mercedes-Benz im Mai die Marktführerschaft behauptete, stieg der Absatz um 18 Prozent, in Frankreich und Spanien um jeweils fünf Prozent, in Großbritannien lagen die Auslieferungen leicht über dem Vorjahreswert.
In Deutschland setzte Mercedes-Benz im Mai 24.700 Pkw ab – gegenüber Mai 2009 mit 25.600 Einheiten ein Minus von vier Prozent. Trotzdem konnte die Marke eigenen Berechnungen zufolge in einem stark rückläufigen Gesamtmarkt die größte Marktanteilssteigerung unter den Premiumwettbewerbern auf 10,7 Prozent Marktanteil verzeichnen. Mercedes-Benz behauptet damit die Position als stärkste Premiummarke auf dem Heimatmarkt und stellt im Mai bei den Zulassungen der S-Klasse, der E-Klasse, dem E-Klasse Coupé, der C-Klasse, der B-Klasse und dem smart fortwo insgesamt sechs Spitzenreiter im jeweiligen Segment.

Das starke weltweite Wachstum im Mai wurde vor allem von der E- und S-Klasse getragen. Die E-Klasse Limousine steigerte die Verkäufe um 39 Prozent, 17.700 Fahrzeuge wurden an Kunden übergeben. Damit liegt sie weltweit erneut vor ihren Wettbewerbern, ebenso wie das neue T-Modell, von dem im Mai fast viermal so viele Modelle ausgeliefert wurden wie im Vorjahr. Auch die Limousine der S-Klasse war im Mai erfolgreich, 5.700 Einheiten wurden an Kunden übergeben, 41 Prozent mehr als im Vorjahr.Innerhalb des C-Klasse Segments kam insbesondere das C-Klasse T-Modell gut bei den Kunden an und legte mit einem Plus von 36 Prozent kräftig zu.

Bei den SUVs verzeichneten alle Baureihen im Mai ein Absatzplus, insgesamt stiegen die Verkäufe im Segment um 12 Prozent. Im Kompaktsegment punkteten die A- und B-Klasse mit einem Zuwachs von acht Prozent.
Vom smart fortwo wurden im Mai weltweit 9.300 (i.V. 11.000) Modelle ausgeliefert (minus 15 Prozent). Das Unternehmen erwartet von der Markteinführung einer neuen Generation des smart fortwo ab dem dritten Quartal dieses Jahres positive Impulse für den Absatz.

Will in der zweiten Hälfte 2012 wieder eine Profitabilität von zehn Prozent erreichen: Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars, auf der Auto China 2010. - Bild: Daimler

Die Daimler AG sieht für das Geschäftsfeld Mercedes-Benz Cars in den nächsten Jahren weitere Wachstumschancen beim Absatz, Umsatz und Ergebnis. Daimler hat sich dabei zum Ziel gesetzt, das operative Ergebnis nachhaltiger zu gestalten. Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars, sagte Ende Mai vor Investoren und Analysten in Peking: “Vorausgesetzt es gibt keinen weiteren weltweiten Konjunktureinbruch, erwarten wir aus heutiger Sicht, dass Mercedes-Benz Cars sein Umsatzrendite-Ziel von 10 Prozent in der zweiten Jahreshälfte 2012 wieder und ab dem Gesamtjahr 2013 nachhaltig erreichen kann.” Den positiven Geschäftsverlauf von Mercedes-Benz Cars in den vergangenen Monaten schreibt der Vorstandsvorsitzende den nachhaltigen Fortschritten beim Effizienzprogramm „GoFor10“, dem starken Produktportfolio und dem hohen Momentum der Marke mit dem Stern zu. In der Finanz- und Wirtschaftskrise seien außerdem die strategischen Hausaufgaben gemacht und die Grundlagen für den künftigen Erfolg geschaffen worden.

Diese Anstrengungen werden sich auch im Ergebnis des zweiten Quartals 2010 widerspiegeln. Zetsche: “Aus heutiger Sicht erwarten wir, dass Mercedes-Benz Cars im zweiten Quartal das EBIT des ersten Quartals 2010 übertreffen wird.” Im ersten Quartal 2010 betrug das EBIT des Geschäftsfelds 806 Millionen Euro.

Im April 2010 hatte Mercedes-Benz Cars bereits weltweit 12 Prozent mehr Fahrzeuge abgesetzt als im Vorjahresmonat. Für Mai und Juni zeichnet sich ein weiteres beträchtliches Wachstum ab. Hinzu kommt, dass sich auch im zweiten Quartal eine bessere Preisdurchsetzung, ein besserer Produkt-Mix und die optimierte Kostenstruktur sehr vorteilhaft auswirken werden. Die Umsatzrendite könnte deshalb im zweiten Quartal die Umsatzrendite von sieben Prozent des ersten Quartals 2010 übertreffen. Die Produktion von Mercedes-Benz Cars wird mit deutlich über 300.000 Fahrzeugen dabei fast wieder auf dem Niveau von vor dem Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise liegen.

Das Halbjahresergebnis 2010 lässt sich laut Zetsche jedoch nicht auf das Jahr hochrechnen. In der zweiten Jahreshälfte werden bei Mercedes-Benz Cars höhere Ausgaben für CO2-bezogene Entwicklungen und für Investitionen in neue Fahrzeugmodelle anfallen, die das Ergebnis belasten werden. “Dennoch kann ich sagen, dass das EBIT bei Mercedes-Benz Cars für das Jahr 2010 am oberen Ende unserer Prognose von 2,5 bis drei Milliarden Euro liegen wird”, sagte Zetsche in Peking.

China wird für Zetsche zunehmend zum Gravitationszentrum der Automobilindustrie. „Auch für Daimler wird China immer wichtiger. In diesem Jahr ist für Mercedes-Benz Cars China nach Deutschland und den USA bereits zum drittgrößten Absatzmarkt geworden.“ Für das Jahr 2010 geht Mercedes-Benz Cars davon aus, mehr als 100.000 (2009: 67.000) Fahrzeuge in China zu verkaufen. Für die Mercedes-Benz S-Klasse und die R-Klasse ist China schon heute der wichtigste Absatzmarkt.

Absatz Mercedes-Benz Cars im Überblick – Quelle: Unternehmensangaben
Mai 2010
Veränd. in %
Per Mai 2010
Veränd. in %
Mercedes-Benz
101.400
+17,5
443.400
+15,8
smart
9.300
-15,2
41.200
-17,8
Mercedes-Benz Cars
110.700
+13,8
484.600
+11,9
Absatz Mercedes-Benz in den Märkten
Westeuropa
51.200
+2,6
216.700
+1,5
- davon Deutschland
24.700
-3,5
95.500
-5,3
NAFTA
21.800
+21,8
98.900
+21,7
- davon USA
18.500
+22,6
85.400
+22,1
Asien/Pazifik
20.800
+65,8
92.300
+56,6
- davon Japan
2.000
+20,7
11.900
+11,8
- davon China
11.500
+121,0
46.800
+107,3