Die Entscheidung ist gefallen: Auch die nächste Generation des Sprinter wird an den Standorten

Die Entscheidung ist gefallen: Auch die nächste Generation des Sprinter wird an den Standorten Düsseldorf und Ludwigsfelde gebaut. Bild: Daimler

Groß war das Zittern in den Sprinter-Werken in Deutschland. Weil Daimler erhebliches Wachstumspotenzial für den Van in Amerika sieht, hatten viele bereits mit dem Kommen der nächsten Generation einen Kahlschlag an den traditionellen Standorten in Deutschland befürchtet. Wie Mercedes mitteilte habe man sich nun auf eine langfristige Strategie für die Produktion des Nachfolgemodells des Sprinters festgelegt. Resultat: Als einziger Hersteller im Segment großer Transporter werde Mercedes-Benz Vans auch die nächste Generation des Sprinters in Deutschland produzieren. Dazu investiert das Unternehmen insgesamt 450 Millionen Euro in die Modernisierung der beiden deutschen Werke: “An unseren Standorten Düsseldorf und Ludwigsfelde verfügen wir über eine hochqualifizierte Belegschaft, die sich über die Jahrzehnte hinweg ein umfassendes Know-How in Sachen Transporterproduktion aufgebaut hat. Deshalb stellen wir die beiden Werke auch für die nächste Generation des Sprinters in den Mittelpunkt unserer Produktionsstrategie. Mit Investitionen von fast einer halben Milliarde Euro sichern wir langfristig die Wettbewerbsfähigkeit unserer deutschen Werke und machen sie fit für den harten globalen Wettbewerb in diesem Segment”, so Volker Mornhinweg, Leiter Mercedes-Benz Vans.

Allein am Standort Düsseldorf, wo seit 1995 die geschlossenen Baumuster des Sprinters produziert werden, wird Mercedes 300 Millionen Euro in die Modernisierung von Rohbau, Lackierung und Montage investieren. Darüber hinaus wird Düsseldorf als Kompetenzcenter für die weltweite Sprinterfertigung künftig eine noch zentralere Rolle im globalen Produktionverbund von Mercedes-Benz Vans einnehmen.

Parallel zu den Investitionen in Deutschland werde man eine Sprinter-Produktion im Nafta-Raum aufbauen. Diese sei mit Blick auf die weltweite Wachstumsstrategie “unumgänglich”, so Mornhinweg. Nach Deutschland sind die USA mittlerweile der zweitgrößte Absatzmarkt für den Sprinter. Im Jahr 2013 wurden rund 23.000 Fahrzeuge der Baureihe an US-Kunden ausgeliefert. Im Rahmen der Wachstumsstrategie hat sich Mercedes-Benz Vans das Ziel gesetzt, durch eine optimierte Aufstellung noch stärker von den hohen Wachstumsraten des nordamerikanischen Marktes im Segment der großen Transporter zu profitieren.

Aufgrund hoher Importzölle wird der Sprinter für die USA bislang an den beiden deutschen Standorten produziert, in einem aufwändigen Verfahren teilzerlegt und im Werk Charleston im Bundesstaat South Carolina remontiert. Dieses Verfahren führe zu einem klaren Wettbewerbsnachteil für die Schwaben auf dem US-Markt. Eine Entscheidung über den genauen Standort des neuen Werks im Nafta-Raum kündigte der Autobauer für die nächsten Monate an.

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Frank Volk