Die neuen Modelle der E- und S-Klasse (Bild) verkauften sich Unternehmensangaben zufolge auch im

Die neuen Modelle der E- und S-Klasse (Bild) verkauften sich Unternehmensangaben zufolge auch im Juni 2010 gut. - Bild: Daimler

Mit einem Plus von 13 Prozent schloss Mercedes-Benz den Juni 2010 als besten Absatzmonat der Unternehmensgeschichte ab. Smart-Absatzrückgänge um über minus 13 Prozent drückten allerdings das Plus der Mercedes-Benz Car Group: Mit 122.900 Mercedes-Benz, Smart, Maybach und AMG setzten die Stuttgarter im vergangenen Monat aber immer noch knapp elf Prozent mehr ab als im Vorjahresmonat.

Im ersten Halbjahr fuhr Daimlers Pkw-Tochter Mercedes-Benz Cars mit über 607.000 abgesetzten Fahrzeugen ein Verkaufsplus von rund fast zwölf Prozent ein.

Mit der Auslieferung im Juni 2010 von allein 113.300 (Vorjahreszeitraum: 100.300) Mercedes-Benz-Einheiten stiegen die Verkäufe weltweit um 13 Prozent und übertrafen damit die Erwartungen des Unternehmens. Im ersten Halbjahr setzte Mercedes-Benz insgesamt 15 Prozent mehr Pkw ab als im Vorjahreszeitraum, 556.700 (Vorjahreszeitraum: 483.300) Fahrzeuge wurden an Kunden übergeben. Basis dafür bleibt laut Konzernangaben insbesondere die E- und S-Klasse sowie die positive Entwicklung von Mercedes-Benz in den beiden größten Auslandsmärkten USA und China.

“Wir konnten im Juni zum achten Mal in Folge unsere Verkäufe im zweistelligen Prozentbereich steigern. Das erste Halbjahr haben wir mit einem Zuwachs von 15 Prozent sehr erfolgreich gemeistert – unser Absatz lag in allen Regionen über Vorjahr, Wachstumstreiber waren insbesondere die E- und S-Klasse. Wir sind auch für die kommenden Monate gut gerüstet und wollen im dritten Quartal mit einem deutlichen Plus den Erfolgskurs von Mercedes-Benz fortsetzen”, erläutert Dr. Joachim Schmidt, Mitglied der Geschäftsleitung Mercedes-Benz Cars, Vertrieb & Marketing.

Absatz nach Regionen: China und USA legen stark zu

Einen wesentlichen Anteil am Rekordabsatz im Juni hatte das rasante Wachstum in China, wo Mercedes-Benz die Premiummarke mit dem stärksten Zuwachs war, heißt es aus Stuttgart. Vergangenen Monat wurde in China mit 13.700 (Vorjahreszeitraum: 4.900) Pkw eine neue Bestmarke erzielt, ein Plus von 177 Prozent. Über die ersten sechs Monate stieg der Absatz um 120 Prozent auf 60.500 (Vorjahreszeitraum: 27.500) Einheiten.

Quelle: Unternehmensangaben

In den anderen BRIC-Staaten Brasilien (plus 73 Prozent), Russland (plus 76 Prozent) und Indien (plus 83 Prozent) lagen die Zuwächse vergangenen Monat im hohen zweistelligen Prozentbereich. Dies gilt auch für das erste Halbjahr, so der Hersteller.

Innerhalb der Region Asien/Pazifik zog der Absatz im Juni in Japan um 27 Prozent an, im ersten Halbjahr um 15 Prozent. In Südkorea konnte Mercedes-Benz die Verkäufe sowohl im Juni (plus 174 Prozent) als auch im ersten Halbjahr mehr als verdoppeln. Mercedes-Benz legte zudem in Australien (plus 22 Prozent) und im WM-Land Südafrika (plus 23 Prozent) seit Jahresbeginn deutlich zu.

Die anhaltend hohe Nachfrage in den USA trug ebenfalls maßgeblich zur Steigerung der Zahlen bei. Mercedes-Benz war dort im Juni die am schnellsten wachsende Premiummarke. Der Absatz stieg um 21 Prozent auf 18.300 (Vorjahreszeitraum: 15.200) Einheiten. Im ersten halben Jahr summierten sich die Verkäufe auf 103.700 (Vorjahreszeitraum: 85.100) Pkw, ein Plus von 22 Prozent. Mercedes-Benz ist damit in den USA seit Jahresbeginn die volumenstärkste deutsche Premiummarke. In Kanada setzte Mercedes-Benz seit Jahresbeginn 14.300 (Vorjahreszeitraum: 12.000) Pkw ab, 19 Prozent mehr als im Vorjahr.

In der Region Westeuropa (ohne Deutschland) stieg der Absatz in der ersten Jahreshälfte um sieben Prozent auf 152.300 (Vorjahreszeitraum: 142.900) Einheiten. Absatzzuwächse gab es unter anderem in Großbritannien (plus neun Prozent), Spanien (plus 12 Prozent), den Niederlanden (plus 26 Prozent) und Portugal (plus 42 Prozent). Im Juni entwickelte sich der Absatz insbesondere in Italien positiv und stieg um 18 Prozent.

In Deutschland gewann Mercedes-Benz im Juni Marktanteile hinzu und bleibt mit dem höchsten Marktanteil unter den Premiumwettbewerbern die stärkste Marke auf dem Heimatmarkt. Im ersten Halbjahr wurden in einem stark rückläufigen Gesamtmarkt insgesamt 122.500 (Vorjahreszeitraum: 131.000) Pkw an Kunden übergeben (minus sieben Prozent).

E- und S-Klasse als Treiber

Gut ausgelastet: Mercedes-Benz E-Klasse-Fertigung in Sindelfingen. - Bild: Daimler

Bei den Baureihen waren die E- und S-Klasse wesentliche Wachstumstreiber im ersten Halbjahr 2010. Die E-Klasse-Limousine ist weiterhin die Nummer eins in ihrem Segment und steigerte den Absatz über die ersten sechs Monate um 62 Prozent auf 101.700 Einheiten. Vom neuen T-Modell wurden im selben Zeitraum mehr als doppelt so viele Einheiten wie im Vorjahr an Kunden übergeben (plus 124 Prozent). Der Absatz der S-Klasse Limousine erreichte in der ersten Jahreshälfte mit einem Zuwachs von 29 Prozent 30.500 Einheiten. Im Juni war die S-Klasse die meistverkaufte Luxuslimousine in ihrem Segment, der Absatz stieg um 51 Prozent. Mit der Markteinführung der neuen Generation der CL-Klasse Anfang Juli gewinnt das S-Klasse Segment ein weiteres Mitglied der Modellfamilie. Die Verkäufe der C-Klasse Limousine und des T-Modells stiegen im ersten Halbjahr um insgesamt fünf Prozent, die C-Klasse Limousine war im Juni ebenfalls führend in ihrem Segment. Bei den SUVs verzeichnete Mercedes-Benz in der ersten Jahreshälfte ein Plus von zehn Prozent.

Smart vor Modellpflegemaßnahmen im Minus

Vom smart fortwo wurden im Juni 9.600 (Vorjahreszeitraum: 11.000) Modelle verkauft (minus 13 Prozent). Von der Modellpflege des smart fortwo, die im Juli erstmals den Medien vorgestellt wird, erwartet das Unternehmen positive Impulse für den Absatz.