Autonome S-Klasse

Autonome S-Klasse: Mercedes kann die Konkurrenz von BMW und Audi bis auf weiteres distanzieren. Gerade in den USA und China läuft es prächtig. Bild: Daimler

| von Stefan Grundhoff

Audi verzeichnete damit im abgelaufenen Monat Februar ein niedrigeres Umsatzwachstum als im Vormonat. Im Monatsvergleich stieg der Absatz im Jahresvergleich um 4,6 Prozent auf 130.950 Einheiten. Der Audi A4 schnitt mit einem Anstieg von 67,6 Prozent im Jahresvergleich auf 9.525 Einheiten besonders gut ab. Die Performance in Europa wurde im Februar mit einem Rückgang von 5,4 Prozent im Jahresvergleich auf 62.800 Einheiten nach unten korrigiert. Der deutsche Markt entwickelte sich dabei mit einem Rückgang von 10,6 Prozent im Jahresvergleich auf 25.952 Einheiten besonders schlecht. Besser sah es in Nordamerika aus, wo sich das Unternehmen mit einem US-Anstieg von 12,4 Prozent auf 15.451 Einheiten gut entwickelte. Der auslaufende Audi Q3 stieg um 46,1 Prozent im seinem Auslaufjahr, während der noch junge Q5 einen Anstieg von 35,7 Prozent verzeichnete.

Mit einem Plus von 5,1 Prozent im Jahresvergleich auf 155.238 Einheiten im Februar konnte BMW ein geringfügig besseres Ergebnis als sein Konkurrent verbuchen, blieb aber mit 303.738 Einheiten deutlich vor Audi. Der Absatz in China stieg langsamer als der von Audi und stieg im Jahresvergleich um 8,9 Prozent auf 44.317 Einheiten. Die BMW-Verkäufe in Europa stiegen um 4,0 Prozent auf 77.728 Einheiten, obwohl sie in Deutschland um 0,4 Prozent zurückgingen. Auch in den USA konnte BMW mit einem Absatzplus von 7,5 Prozent auf 26.573 Einheiten zulegen. Im Februar verzeichnete BMW mit der 1-Serie ein besonders starkes Wachstum (+ 33,2 Prozent). Modelle wie der BMW X1 stieg um 22,5 Prozent auf 31.775 stieg; die 5er Serie wuchs um 13,6 Prozent auf 55.344 Einheiten.

Mercedes ist in Bezug auf Absatzvolumen und Wachstum weiterhin die weltweit führende Marke für Premiumautomobile. Während des Monats Februar stiegen die Verkäufe der Marke um 6.3 Prozent auf 163.580 Einheiten. Der Umsatz von Mercedes in China stieg im Jahresvergleich um 18,6 Prozent auf 43.086 Einheiten. In Europa stieg der Umsatz um schmale 1,8 Prozent auf 63.593 Einheiten. In Deutschland betrug der Absatz 21.543 Einheiten, was einem Rückgang von 2,8 Prozent bedeutet. Mercedes hat in der NAFTA-Region im Februar mit 29.934 Fahrzeugen mehr Fahrzeuge ausgeliefert als je zuvor. Die Schwaben glänzten nicht nur in den USA, sondern auch in Kanada und Mexiko.

Das Umsatzwachstum von Audi hat sich in den letzten Jahren im Vergleich zu seinen beiden Hauptkonkurrenten langsamer entwickelt, obwohl mit A4, Q2 und Q5 einige wichtige Modelle neu eingeführt wurden. Einige Audi-Fahrzeuge wie der Q5 stehen in direkter Konkurrenz mit Erfolgsmodellen wie dem Mercedes GLC oder dem kommenden GLA. Bleibt abzuwarten, ob die anstehenden Modellumstellungen von Audi A1, Q3 und A6 sowie den neuen Modellen Q4 oder Q6 E--tron das Blatt wenden können. BMW bekommt neue Impulse von einer ganzen SUV-Flotte aus X2, X4, X6 und X7.

IHS Markit prognostiziert, dass die Marke Mercedes mit einem Absatz von 2,2 Millionen Einheiten im Jahr 2018 vorne liegt, während BMW mit 2,13 Millionen bzw. Audi mit 1,89 Millionen Verkäufen nachfolgen. Mittelfristig dürfte Mercedes bis 2021 einen Wert von 2,44 Millionen erreichen und mit einem Absatz von 2,29 Millionen Einheiten vor BMW liegen. Audi folgt IHS-Berechnungen zufolge mit 2,02 Millionen Fahrzeugen unverändert auf dem dritten Platz.