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Der eCitaro kombiniert die bewährte Plattform des meistverkauften Stadtbusses der Welt mit neuen technologischen Lösungen. Der Antrieb des eCitaro stützt sich auf die Elektroportalachse ZF AVE 130 mit Elektromotoren an den Radnaben. Die Peakleistung der Motoren beläuft sich auf 2 x 125 kW, das Drehmoment auf 2 x 485 Nm. Bild: Daimler

Hamburg geht den ersten Schritt in einen schadstofffreien Nahverkehr. Der Fahrzeughersteller Mercedes-Benz übergab den ersten serienmäßigen vollelektrischen Stadtbus an die Hamburger Hochbahn. Das Modell vom Typ eCitaro soll von Anfang Dezember an regulär im Liniendienst eingesetzt werden und damit den Anfang machen bei der Umrüstung der Hochbahn-Busflotte auf Elektrofahrzeuge. "Damit setzen wir Standards und geben der Industrie Anreize, innovative und alltagstaugliche Fahrzeuge zu produzieren", sagte Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD).

Hamburg hat in einer ersten Tranche 30 E-Busse bestellt, die in diesem und dem kommenden Jahr geliefert werden, davon 20 eCitaro von Mercedes und 10 Urbino nE12 der polnischen Firma Solaris. Diese Busse haben eine Reichweite von mindestens 150 Kilometern unter allen Witterungsbedingungen.

Bis 2030 auf Elektro-Mobilität umstellen

In einem zweiten Schub sollen von 2020 an nochmals 30 Busse kommen, die dann schon 200 km Reichweite aufbieten müssen. Ab dann will die Hochbahn auch nur noch elektrische Busse bestellen und die gesamte Flotte von rund 1.000 Bussen bis 2030 auf Elektro-Mobilität umstellen. Bis zum kommenden Frühjahr entsteht für rund 70 Mio Euro ein neuer Betriebshof, der komplett auf einen elektrischen Busbetrieb ausgerichtet ist.

Die oppositionelle CDU kritisierte die Vorstellung als ‚PR-Show’. "Bevor der Senat tönte, ab 2020 nur noch Elektrobusse zu bestellen, hatte man den städtischen Fuhrpark in den letzten Jahren noch schnell mit über 250 weiteren Dieselbussen ausgestattet", sagte der Bürgerschaftsabgeordnete Stephan Gamm. "Wenn man diese Fahrzeuge nicht mindestens bis in die 30er Jahre betreibt, wäre dies eine erhebliche Steuergeldverschwendung."